Der Reisebericht Nepal 2004 ist auch als PDF-Datei verfügbar: PDF

 

Bei unserem Aufenthalt in Nepal Ende September/Anfang Oktober 2002 hatten wir nicht nur einen "Traumurlaub", sondern auch einen sehr netten und gewissenhaften Reiseleiter. Janardan Mudbari hat sich inzwischen selbständig gemacht und besitzt jetzt seine eigene Reiseagentur. So ver- steht es sich von selbst, dass wir unsere zweite Nepal-Reise direkt bei "Jan" gebucht haben. Er arbeitete in Windeseile eine Tour, ganz nach unseren Wünschen für uns aus und wir mussten uns nur noch um den Flug bemühen. Entsprechend groß ist nun auch die Freude, Jan wiederzusehen, die Vorfreude auf die bevorstehende Rundreise und die interessanten Geschichten, die uns Jan ganz sicher wieder erzählen wird. Manche Orte werden wir ein zweites Mal besuchen, neue Orte und Sehenswürdigkeiten werden hinzukommen.

Diese Seite soll Ihnen nur einen kleinen Einblick in meine Rundreise geben. Von der Schönheit der Landschaft und den interessanten Sehenswürdig- keiten sollten Sie sich selbst überzeugen. Eine Reise nach Nepal lohnt sich in jedem Fall. Sollten Sie sich entschließen, die Reise mit Janardan Mudbari zu buchen, dann werden auch Sie in den Genuss der vielen Legenden und wunderbaren Geschichten rund um Nepal kommen, die Herr Mudbari zu erzählen weiß.


back1SONNTAG 01.02.2004 - FLUG NACH DOHA

Pünktlich um 12.00 Uhr fliegen wir mit Qatar Air von München ab nach Doha, zu unserem ersten Zwischenstopp. Um 19.00 Uhr (Ortszeit) landen wir in Doha und checken im Hotel Ridges ein. Auf dem Flughafen in Doha lernen wir Christine und Christina kennen und tauschen bei einem gemütlichen Abendessen unsere "Nepal-Erfahrungen" aus. Die beiden sind auch nicht das erste Mal in Nepal, genau wie wir und so können wir unsere Begeisterung für dieses Land teilen.


back1 MONTAG 02.02.2004 - WEITERFLUG NACH KATHMANDU

Nach unserer Übernachtung im Hotel Ridges werden wir um 6.30 Uhr zum Flughafen gebracht und fliegen um 8.45 Uhr ab nach Kathmandu. Eine Stunde früher als geplant landen wir um 14.45 Uhr in Kathmandu. Jan erwartet uns bereits und wir werden herzlich empfangen. Zum Glück haben wir unseren Reiseleiter, denn heute ist Generalstreik in Nepal und ein Transfer mit dem Auto keine Selbstverständlichkeit. Aber wir haben kein Problem, Jan bringt uns sicher zu unserem Hotel "Tibet" in Kathmandu. Bei Kaffee und Tee bespricht Jan mit uns den nächsten Tag - den ersten Tag unserer Rundreise - und wir beschließen den Abend mit einem leckeren Abendessen im Hotel. Natürlich durften dabei am ersten Abend die "Buff-Momo" (mit Wasserbüffelfleisch gefüllte Nudelteigtaschen) nicht fehlen!


back1 DIENSTAG 03.02.2004 - KATHMANDU-TAL

Heute ist ein ganztägiges Ausflugsprogramm im Kathmandu-Tal geplant.

Jan holt uns um 9.30 Uhr mit unserem Fahrer (ein netter und gewissen - hafter Nepalese) ab und wir besuchen zwei Dörfer im Kathmandu-Valley "Bungamati und Khokna". Beides sind kleine buddhistisch/hinduistische Newar-Orte. Den Mittelpunkt von Bungamati stellt der Rato-Machhendranath-Tempel dar. Rato-Machhendranath-Tempel Khokna ist bekannt für seine schönen Holzschnitzereien und die typischen Backsteinhäuser.

Während unseres Spaziergangs stellen wir erneut fest, das ganze Leben spielt sich auf der Straße ab. Es wird gekocht, gewaschen, geputzt ..., die Babys werden mit Rapsöl massiert, ebenso die Mamas, damit sie wieder zu Kräften kommen. Und ihre Kräfte brauchen sie wirklich, die Frauen in Nepal müssen sehr schwer und hart arbeiten.Baby wird mit Rapsöl eingerieben

Trotz des Dunstes, der leider über dem Kathmandu-Tal liegt, können wir den Langtang (7.246 m) erkennen. Wie schön muss der Berg erst bei Sonnenschein sein. Wir freuen uns auf die vor uns liegenden Tage. Der Dunst löst sich sicher bald auf und dann können wir die Berge in ihrer ganzen Schönheit bewundern.


back1 MITTWOCH 04.02.2004 - CHANGU NARAYAN / NAGARKOT

Heute Morgen fahren wir nach Changu Narayan, zum ältesten Tempel im Kathmandu-Tal.Changu Narayan Tempel
Nach der Besichtigung des wirklich sehenswerten Tempels treten wir unsere etwa 3-stündige Wanderung nach Nagarkot an. Die Landschaft ist traumhaft.Landschaft von Nagarkot
Wir übernachten im Hotel "The Fort". Es ist "saukalt", die Zimmer sind zwar einfach, aber schön und sauber. Nichts wie rein in die Federn und versuchen, möglichst schnell warm zu werden. Morgen heißt es früh aufstehen, wir wollen bei Sonnenaufgang die Berge sehen. Das Hotel wäre dafür geradezu prädestiniert, denn Jan hat bei der Auswahl der Hotels ganz besonders auf die Aussicht geachtet.


back1 DONNERSTAG 05.02.2004 - NAGARKOT / NALA

Der Wecker klingelt erbarmungslos um 5.45 Uhr. Raus aus dem Bett - die Sonne geht bald auf! Ja - wir waren pünktlich zum Sonnenaufgang - aber es ist kalt und alles bewölkt! Wir sehen rein gar nichts von den Bergen - schade!

Nach dem Frühstück starten wir um 8.45 Uhr zu einer ca. 5-stündigen Wanderung von Nagarkot nach Nala bei Dhulikhel. Die Wanderungen sind für uns ein wenig anstrengend, aber wunderschön. Die Landschaft ist faszinierend und wir genießen unterwegs die herrlichen Ausblicke.

In Nala, am höchsten Aussichtspunkt angekommen, werden wir allerdings ringsum nur von Wolken empfangen. Nichts zu sehen von den Bergen. Es ist kalt und wir sind schon ein wenig enttäuscht, dass unsere Anstrengung nur mit Wolken belohnt wird.
Nach dem Mittagessen im Hotel "Dhulikhel Lodge Resort" spazieren wir durch den Ort Dhulikhel..


back1 FREITAG 06.02.2004 - NAMOBUDDHA / PANAUTI

Auch heute Morgen werden wir der Berge nicht ansichtig, obwohl wir uns bereits um 6.15 Uhr aus den Federn geschält haben. Es will einfach nicht klar werden.

Heute haben wir eine ganztägige Wanderung mit dem Lunchpaket nach Namobuddha vor uns. Wir fahren ein kleines Stück mit dem Auto und beginnen dann mit unserem ca. 3-stündigen Fußmarsch, hinauf zum Kloster Namobuddha.Kloster Namobuddha

Wir besichtigen das Kloster, zünden für eine kleine Spende ein paar Kerzen an, wie sich das gehört und ruhen unsere Beine ein wenig aus. Einer der Mönche serviert uns Buttertee (Geschmackssache!) und Gebäck ebenfalls Geschmackssache!). Anschließend suchen wir uns ein Plätzchen für unser Picknick. Jan - unser "Sherpa" - hat für uns Lunchpakete mitgeschleppt, die wir uns jetzt richtig schmecken lassen.
Gestärkt marschieren wir zurück bis fast nach Panauti und sind nun bereits 5 ½ Stunden unterwegs. Die Wanderungen machen sehr viel Spaß und wir können uns an der herrlichen Landschaft gar nicht satt sehen. Den Ort Panauti wollen wir selbstverständlich auch noch sehen.Panauti: Tempelanlage

Um 16.30 Uhr sind wir wieder zurück in Dhulikhel und übernachten ein zweites Mal im Hotel Dhulikhel Lodge Resort.


back1 SAMSTAG 07.02.2004 - BANDIPUR

Heute fahren wir um 9.00 Uhr nach Bandipur, 170 km in Richtung Pokhara - 900 m. Bei schönem Wetter kann man das ganze Annapurna-Massiv, Dhaulagiri und die östlichen Berge Manaslu, Ganesh Himal, Langtang Lirung etc. sehen.

Die beneidenswert schönen Bergfotos habe ich leider nicht alle selbst gemacht, aber selber im Internet gefunden:


Die Achttausender in Nepal:

Mount Everest - 8850 m - E. Wesker

Kangchenjunga - 8586 m - E. Wesker

Lhotse - 8516 m - Ed Viesturs

Makalu - 8463 m - Ed Viesturs

Cho Oyu - 8201 m - E. Wesker

Dhaulagiri - 8167 m - Ed Viesturs

Manaslu - 8163 m

Annapurna I - 8091 m - E. Wesker

 

Die wichtigsten Gipfel der Annapurna-Kette:

Annapurna I - 8091 m - E. Wesker

Annapurna II - 7.937 m

Annapurna III - 7.555 m

Annapurna IV - 7.525 m

Gangapurna - 7.455 m

Annapurna-Süd - 7.219 m

Glacier Dome - 7.193 m

Nilgiri-Ostgipfel - 7.134 m - T & L Shields (405 KB)

Nilgiri-Westgipfel - 7.055 m

Machhapuchre - 6.997 m

Lamjung Himal - 6.905 m

 

Die höchsten Berge der Dhaulagiri-Kette:

Dhaulagiri I - 8.167 m - Ed Viesturs

Dhaulagiri II - 7.715 m

Dhaulagiri III - 7.703 m

Dhaulagiri IV - 7.682 m

Dhaulagiri V - 7.617 m

Churen-Himal-Westgipfel - 7.371 m

Churen-Himal-Ostgipfel - 7.317 m

Dhaulagiri VI - 7.316 m

Putha-Hiunchuli - 6.441 m

Gurja - 7.193 m

Tukuche - 6.836 m

 

Auch einen Besuch wert: Ed Viesturs

Die Fahrt nach Bandipur ist herrlich. Die Gegend hier nennt sich Simle und der Trisuli-Fluss begleitet uns durch die wunderschöne LandschaftTrisulifluß. Wir kommen vorbei an Steinschlägern, ein paar kleinere Orte wie z. B. Gatschuri und Maleku kreuzen unseren Weg und wir probieren die kleinen Bananen, die uns Jan besorgt - mmmh - die schmecken wirklich gut.
Eine große Hängebrücke führt über den Trisuli-Fluß und bietet einen schönen Ausblick auf die sehenswerte Landschaft. In Mugling angelangt vertreten wir uns ein wenig die Beine und spazieren die Marktstraße entlang. Es ist immer wieder interessant, dem geschäftigen Treiben der Menschen auf der Straße zuzusehen Stadt Mugling.
Nach dem Mittagessen geht es die Serpentinen hinauf ins Hotel Bandipur Mountain Resort. Unser Fahrer ist ganz schön gefordert, eine Haarnadel- kurve nach der anderen. Aber er meistert die Fahrt ohne Probleme.

Die Berge? Nein, die sehen wir auch heute nicht. Auch wenn das Hotel eine noch so schöne Aussicht bieten würde!

Der nahe gelegene, hübsche kleine Ort Bandipur ist ein alter Handelsplatz der Newar. Wir statten dem kleinen Ort noch einen Besuch ab und träumen beim Abendessen davon, wie toll es doch wäre, wenn die Wolken und der Dunst endlich verschwinden würden. Vielleicht klappt`s ja morgen früh Bandipur Tempel.


back1 SONNTAG 08.02.2004 - KALKSTEINHÖHLE ! / POKHARA

Auch heute Morgen hat es nicht geklappt mit den Bergen, es war zu dunstig. Nun, dann gehen wir eben wieder wandern. Zuhause haben wir in unserem Reiseführer "Reise Know-how", Autor Rainer Krack, etwas über eine Höhle gelesen, ganz in der Nähe von Bandipur.

Schon oft hat uns dieser hervorragende und ausführliche Reiseführer hilfreich auch durch andere Länder begleitet.

Wir haben Jan gebeten, ob er den Besuch dieser Höhle vielleicht mit in die Rundreise aufnehmen könnte, wenn wir schon in der Nähe sind. Kalksteinhöhlen - das hört sich doch ganz interessant an, noch dazu wird ihnen eine religiöse Bedeutung nachgesagt und im Reiseführer stand, sie wären mit einem lokalen Führer leicht zu erreichen.

Eigentlich hätte es uns ja schon stutzig machen müssen, dass Jan diese Höhle nicht kannte.

Kurzum: Es war nicht unsere beste Idee, aber unsere einzige!!! Den Weg zu der Höhle werden wir wohl so schnell nicht mehr vergessen. Es war sehr anstrengend, sowohl hinauf als auch hinunter. Steil, teilweise rutschig, unterschiedlich hohe Felsen und Steine - sehr beschwerlich. Und der Clou - die Höhle war ein Witz! Nicht der Mühe wert, überhaupt nur einen Gedanken daran zu verschwenden. Ohne eine entsprechende Höhlen-Ausrüstung ist in diese Höhle gar nicht hineinzukommen. Jan war sichtlich froh, dass der Vorschlag nicht von ihm kam. Wir haben jedenfalls beschlossen, dass dies unsere einzige Idee für diesen Urlaub bleibt!Bandipur Kalksteinhöhle

Nach diesen 2 1/2 anstrengenden Stunden sind wir froh, ins Auto klettern zu können, um nach Pokhara zu fahren (69 km).
Inzwischen sind wir ca. 1 Stunde unterwegs, genießen die Landschaft, überqueren den Madi-Fluss (der während des Monsuns wesentlich mehr Wasser hat), erreichen Dulidoura und - da ist doch tatsächlich ein zweites Mal ein Hauch von Berge zu sehen! Annapurna 2 (7934 m) wie uns Jan erklärt. Wenn nur jetzt endlich der ganze Dunst verschwinden würde. Um 12.30 Uhr kommen wir in Pokhara an und checken im Hotel Trek-o-tel ein. Ein schönes, sauberes Hotel direkt am Fewa-See und - in Pokhara ist es angenehm warm.

Nach dem Mittagessen gehen wir am Fewa-See spazieren und genießen Landschaft und Wärme Fewa-See

Hier sei noch das Touristenzentrum erwähnt, das sehr gute Einkaufsmöglichkeiten bietet.

Am Nachmittag unternehmen wir eine sehr schöne Bootsfahrt auf dem Fewa-See. Und wir sehen die Berge! Einfach traumhaft - unbeschreiblich.


back1 MONTAG 09.02.2004 - POKHARA / ASTAM

Um 5.30 Uhr kriechen wir aus den Federn, um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen. Wir gehen runter zum See und genießen die herrliche Aussicht auf die Berge Fewasee Sonnenaufgang: Annapurna.
Um 8.00 Uhr wird gefrühstückt und eine Stunde später starten wir zu unserer ganztägigen Wanderung mit Picknick nach Astam. Unser Fahrer bringt uns ca. 15 km zur unserem Ausgangspunkt unserer Wanderung. Bergauf, aber nicht zu steil ging es gemütlich durch die herrliche Landschaft querfeldein. Um 11.40 Uhr haben wir den höchsten Punkt erreicht und wandern weiter zu einem schönen Platz mit einem riesigen Bambusstrauch. Hier gefällt es uns und lassen uns unser Picknick schmecken Wanderung in Astam.
Ausgeruht und voller schöner Eindrücke machen wir uns wieder auf den Weg nach unten. Unser Fahrer wartet bereits auf uns. Wir fahren 15 km zurück nach Pokhara und spazieren nach einer kleinen "Lemon-Tea-Pause" durch Pokhara.


back1 DIENSTAG 10.02.2004 - NAUDADA / SARANGKOT

Auch heute Morgen stehen wir um 5.30 Uhr auf und gehen zum See. Noch einmal wollen wir den Sonnenaufgang und die Berge sehen. Nach dem Frühstück fahren wir nach Naudada (22 km), das sich in 1.463 m Höhe auf dem Rücken des Kaski-Massivs befindet. Im Ort finden sich ein paar einfache Herbergen und Restaurants sowie ein Markt. Hier beginnt unsere Wanderung nach Sarangkot. Eine schöne und gemütliche, leichte Wanderung auf dem Rücken des Kaski-Massivs Wanderung in Sarankot.
Ein Ausflug nach Sarangkot gehört zum Pflichtprogramm, wenn man in dieser Gegend ist. Die Landschaft ist wunderschön, und von dem Ort (1.592 m) hat man eine gute Aussicht auf den Fewa Lake und den Himalaya.


back1 MITTWOCH 11.02.2004 - Royal-Chitwan-Nationalpark

Die Zeit in Pokhara ist schon wieder vorbei, die Zeit vergeht viel zu schnell. Aber heute fahren wir zum Royal-Chitwan-Nationalpark - 142 km.

Während unseres ersten Aufenthaltes in Nepal besuchten wir bereits den Royal-Chitwan-Nationalpark. Deshalb freuen wir uns ganz besonders darauf. Wir wissen was uns erwartet: Elefanten-Safaris und interessante Tierbeobachtungen.

Die "Straße" oder das was davon noch übrig ist, wurde durch den Monsun im letzten Jahr zum größten Teil zerstört und ist sehr schlecht befahrbar. Bedauerlicherweise sind auch diesmal wieder viele Menschen umgekommen.

Nach 5 Stunden kommen wir völlig eingestaubt und durchgeschüttelt im Royal-Chitwan-Nationalpark in der Lodge Safari Narayani an und werden freundlich von unserem Dschungel-Führer empfangen. Die Lodge liegt direkt am Rapti-Fluss und man hat einen herrlichen Blick hinüber zum Dschungel. Die Zimmer sind zwar einfach, es gibt in den Zimmern der Dschungel-Lodges generell keinen Strom und nur manchmal warmes Wasser, aber es ist sauber und das Bad erfüllt seinen Zweck. Der Service (unser Ober ist der beste in ganz Nepal) und das Essen in der Lodge sind ausgezeichnet. Die Sonne scheint und es herrschen angenehme Temperaturen, zumindest tagsüber.

Noch heute Nachmittag ist die erste Elefanten-Safari angesagt. Unser Dschungel-Führer gibt uns noch Anweisungen, wie wir zur Safari zu erscheinen sollen: Mückenschutz, lange Ärmel, lange Hosen, eventuell eine Kopfbedeckung und Fotoapparat nicht vergessen. Dann kann`s losgehen.

Wir sind überrascht, wie viele Tiere wir schon heute zu sehen bekommen: Panzernashörner, Antilopen, Dammhirsche, Pfaue, Sumpfkrokodile, Vögel.Panzer-Nashorn


back1 DONNERSTAG 12.02.2004 - Royal-Chitwan-Nationalpark

Lauwarm geduscht und warm angezogen ziehen wir um 6.45 Uhr los zu unserer 2-stündigen morgendlichen Elefanten-Safari. Es ist noch ziemlich kühl und nebelig und der Tau tropft von den Bäumen. Unsere Elefanten-Dame watet durch den Fluss und bringt uns schaukelnd aber sicher in den Dschungel. Eine etwas gespenstische und eigenartige Stimmung umgibt uns und man hört nur hier und da ein Knacken oder das Fallen der Tropfen auf die Blätter. Wir sind ganz still und halten Ausschau nach den Tieren. Und da sind sie auch schon: Samba-Hirsch, Rhinozeros, Pfaue, Hühnervögel, Eisvögel, Antilopen, Affen (Hanomang-Languren, Rhesus-Affen) ... Sambahirsch im Nebel

Mit dem Fotografieren haben wir etwas Probleme, es ist noch nicht ganz hell und immer noch sehr nebelig. Dafür war die Stimmung um so beeindruckender.
Etwas durchgefroren kommen wir zurück zur Lodge und werden mit einem Frühstück am offenen Kaminfeuer empfangen. Da schmeckt der Lemon-Tea erst richtig gut.

So gestärkt und aufgewärmt können wir jetzt unsere Kanu-Fahrt angehen. Wir wollen zur Gavial-Aufzuchtsfarm. Schon während der Kanu-Fahrt sehen wir den ersten Gavial. In der Aufzuchtsfarm können wir die exotischen Tiere in jeder Größe von ganz klein bis ganz groß in Ruhe betrachten. Gaviale gibt es nur noch in Nepal und Indien Gavial.
Den Weg zurück zur Lodge gehen wir zu Fuß entlang des Rapti-Flusses und können noch einige Tiere beobachten: Antilopen, Rhesus-Affen, Störche, Sumpfkrokodile, Kormorane, Reiher, Eisvögel, Pfaue ... Inzwischen ist es wieder schön warm, die Sonne scheint und die Sumpfkrokodile liegen faul am Flussufer.
Am Nachmittag besuchen wir ein Tharu-Dorf in der Nähe des Royal-Chitwan-Nationalparks Tharu-Dorf.

Übernachtung im Royal Chitwan National Park - Safari-Narayani-Lodge.


back1 FREITAG 13.02.2004 - Royal-Chitwan-Nationalpark

Elefanten-Aufzuchtsstation steht heute unter anderem auf dem Programm. In dieser Aufzuchtsstation werden die staatlichen, indischen Elefanten speziell als "Safari-Elefanten" gezüchtet und ausgebildet. Da stehen wir gerne um 5.30 Uhr auf und steigen in den Jeep. Unterwegs kaufen wir eine große Tüte Bananen für die Elefanten. Gleich beim Eingang in die Aufzuchtsstation begrüßt uns ein Elefant mit einer Verbeugung: NAMASTE (was soviel heißt wie "Guten Tag")! Und da sehen wir sie auch schon, die kleinen Elefanten - sind die süß - und ganz wild auf unsere Bananen ...
Der jüngste Elefant ist gerade einmal 5 Monate und kann noch gar keine Bananen essen, er wird noch von der Mama versorgt, aber am Rüssel lutschen kann er schon ganz toll und streicheln lässt er sich auch!
Unsere Bananen sind schnell verfüttert und unser Dschungel-Führer will leider schon wieder weiter. Wir wären gerne noch ein wenig bei den lieben Elefanten geblieben Baby-Elefant in der Elefantenaufzuchtstation.

Wir wandern ein wenig durch den Dschungel in Richtung Fluss, beobachten ein paar Pfauen-Männchen und -Weibchen und nehmen an einem gemüt- lichen Plätzchen unser Picknick zu uns.
Anschließend fahren wir ca. 1 ½ Stunden mit dem Kanu zurück zu unserer Lodge. Sumpfkrokodile und Vögel - soweit das Auge reicht Sumpfkrokodil.
Nach der Mittagspause werden wir auf die letzte Elefanten-Safari gehen. Diesmal länger und tiefer hinein in den Dschungel. Irgendwo soll auch eine Netzpython liegen, vielleicht haben wir Glück und kriegen sie zu sehen.

Wir brauchen nicht lange zu warten, da - ein Nashorn, Antilopen und unser Panith findet eine andere Netzpython. Unbeweglich, faul, träge und satt liegt sie da und wir können sie in Ruhe anschauen. Selbst die Bemühungen des Panith`s können die Netzpython nicht dazu bewegen, sich zu rühren.
Schon bald sehen wir das nächste Nashorn - diesmal mit einem Jungen. Unsere Panith`s sind vorsichtig und wagen sich nicht zu weit vor. Mit einer Nashorn-Mama ist schon gleich gar nicht zu scherzen!
Wir lassen uns von unseren Elefanten durch den Dschungel schaukeln und halten die Augen offen, vielleicht entdecken wir ja mal vor den Panith`s ein Tier! Aber unsere Panith`s sind schwer zu toppen. Sie sind geübt und haben Augen wie ein Luchs.

Plötzlich stoppt einer der Panith`s, er hat etwas entdeckt - eine Sensation! Eine Bärin mit 2 Junge auf dem Rücken. Nichts wie hin. Unser Panith ist in seinem Element. Er lacht über das ganze Gesicht und freut sich tierisch, uns "Touri`s" ein solches Highlight zeigen zu können. Und dann geht`s los. Beide Elefanten laufen in Richtung Bär. Irgendwie fallen die zwei kleinen Bären vom Rücken der Mama, nur eines kann sich wieder auf den Rücken der Mama retten. Und die Mama ist stinksauer. Das zweite Bären-Junge schreit nach der Mama, doch die ist nicht mehr zu sehen. Der Kleine flüchtet in einen gegabelten Baum und hält sich ganz still. Ängstlich beobachtet es die Elefanten. Was dann passiert, ist uns "Touri`s" völlig unverständlich. Die Elefanten trompeten laut und versuchen immer wieder mit ihren Rüsseln, den kleinen Bären zu erwischen. Wir haben Angst, vor allem um den kleinen Bären, die Elefanten werden doch hoffentlich dem kleinen, süßen Bären nichts tun. Elefanten sehen Bären als Raubtier, werden wir aufgeklärt, und wenn er noch so klein ist. Unsere Panith`s haben ihre Elefanten zum Glück voll unter Kontrolle und so kommt der kleine Bär mit dem Schrecken davon - und wir auch. Wir entfernen uns und hoffen, dass Mama-Bär und Baby-Bär sich wieder finden und die Familie wieder komplett wird. Unser Panith gibt aber noch nicht auf, er will sich vergewissern, dass der Kleine auch wirklich zu seiner Mama zurückfindet. Und so gehen wir noch einmal zurück. Wir hören den kleinen Bären weinen und das scheint auch seine Mama zu hören. Wir sind glücklich, als wir sehen, dass alle drei wieder vereint sind Kragenbaerjunges.

Das war sehr aufregend und die Geschichte macht am Abend die Runde durch die ganze Lodge.


back1 SAMSTAG 14.02.2004 - DAMAN

Noch ganz aufgeregt von dem gestrigen Erlebnis, nehmen wir schweren Herzens Abschied vom Royal-Chitwan-Nationalpark. Schön, aufregend und spannend war`s.

Heute fahren wir in Richtung Kathmandu nach Daman (2.488 m). Eine wunderschöne Fahrt (150 km) aber leider geht es auch schon allmählich dem Ende zu.

Daman - einer der besten - vielleicht sogar der beste Aussichtspunkt auf den Himalaya, erzählt uns Jan.

Wir starten um 8.00 Uhr und sind gegen 10.00 Uhr in Dharan. Bei einem kleinen Spaziergang vertreten wir uns die Beine, bevor es die nächsten 45 km bergauf nach Daman geht. Die Fahrt ist traumhaft und unser Fahrer muss immer wieder stoppen. Unzählige Rhododendron-Bäume blühen hier in einem wunderschönen Rot Fahrt nach Daman: Rhododendron.
Unser Hotel für diese Nacht ist das Everest-Panorama-Resort, sehr schön gelegen, auch die Zimmer sehr schön, aber unglaublich kalt! Der Service und das Essen sind hervorragend.

Die Berge sehen wir heute Abend leider nicht mehr, es ist bewölkt. Vielleicht klappt`s am nächsten Morgen und bitten einen Hotel-Angestellten, uns um 6.00 Uhr zu wecken, wenn die Sicht klar ist.


back1 SONNTAG 15.02.2004 - DAMAN / KATHMANDU

Zum Glück haben wir unseren eigenen Wecker, den geweckt werden wir nicht von dem Hotel-Angestellten. Scheinbar war ihm die Sicht nicht klar genug! Mit einem Blick aus dem Fenster durch das Fernglas sind wir ziemlich sicher, die Sonne geht bald auf und die Sicht scheint für uns klar genug zu sein. Da steht auch Jan schon vor der Tür, auch ihn hat niemand geweckt. Jetzt ist Eile angesagt. Nichts wie rauf auf die Terrasse!

Auf der Aussichtsterrasse sind die Richtungen angegeben, in denen man die wichtigsten Gipfel erblicken kann. Ein unglaubliches und beeindruckendes Erlebnis! Man kann die Bergkette von Dhaulagiri bis Mount Everest sehen.

Nach dem Frühstück müssen wir leider wieder zurück nach Kathmandu. Über schlechte Straßen, aber umgeben von einer sehr schönen Landschaft erreichen wir um 11.00 Uhr Naubise und sind nur noch 25 km von Kathmandu entfernt.

Das Hotel Tibet in Kathmandu erreichen wir um 12.30 Uhr und damit ist unsere Rundreise beendet.

Am Nachmittag gehen wir noch ein wenig in Kathmandu spazieren, befreien unser Gepäck von dem ganzen Staub und beschließen den Tag bei einem gemütlichen thailändischen Abendessen.


back1 MONTAG 16.02.2004 - TAG ZUR FREIEN VERFÜGUNG

Der heutige Tag steht zur freien Verfügung, einkaufen, packen und Vorbereitung für die Heimreise.
Die Vorbereitungen für die Heimreise sind schnell getroffen und wir haben noch genug Zeit zur freien Verfügung. Wir gehen durch Thamel, ein kleines, quirliges Viertel mit engen und zum Teil schlecht gepflasterten Straßen. Von Thamel führt ein kurzer, aber hochinteressanter Fußmarsch zum Durbar Square, eine wichtige Sehenswürdigkeit in Kathmandu.


back1 DIENSTAG 17.02.2004 - SHIVARATRI-FEST / HEIMREISE

Unser letzter Tag in Nepal ist angebrochen und wir sind schon ein wenig traurig, dass unser schöner Urlaub schon wieder vorbei ist. Heute Abend um 20.15 Uhr geht unser Flugzeug Richtung Heimat.

Trotz "Generalstreik" holen uns Jan und unser Fahrer fast pünktlich vom Hotel ab. Es ist erst 15.00 Uhr und wir haben noch genug Zeit, bis wir zum Flughafen müssen. Jan vertreibt uns die verbleibende Zeit mit einem Fest: dem Shivaratri-Fest das zwar eigentlich erst morgen stattfindet, aber die Vorbereitungen sind bereits getroffen und schon heute ist hier eine Menge los. Shivaratri-Fest

Nun müssen wir endgültig Abschied nehmen von Nepal.

Für uns steht fest, wir waren bestimmt nicht das letzte Mal in Nepal!

Aufwiedersehen - Namaste!


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