Der Reisebericht Nepal von 2008 ist auch in PDF verfügbar: PDF

 

Schon seit langem steht fest, wir müssen wieder einmal nach Nepal. Und so haben wir uns entschlossen, unseren diesjährigen Urlaub in dem uns inzwischen so vertraut gewordenen Land zu verbringen. Zu unserer besonderen Freude kommen Freunde mit uns, um ebenfalls Nepal kennen zu lernen.

Nachdem unsere diesjährige Reise eine Mischung aus den Jahren 2002 und 2004 sein wird, wollen wir unsere Leser nicht mit Wiederholungen langweilen, denn Bilder sprechen bekanntlich mehr als tausend Worte. Doch neu gewonnene Eindrücke und Erlebnisse möchten wir trotzdem festhalten.

So beginnen wir am Sonntag, den 02.11.2008 zu viert unsere Reise und fliegen pünktlich, wie geplant um 12.15 Uhr in München ab, landen um 20.00 Uhr (Ortszeit +2 Std.) in Doha und checken dort im Hotel Ramada für eine Nacht ein. Ein fantastisches Sushi-Abendessen im Hotel rundet unseren ersten Urlaubstag ab.


Heute, am 03.11.2008, wird es allmählich spannend, zumindest für unsere Freunde, denn wir wissen ja bereits, was uns erwartet. Ausgeschlafen und relaxed fliegen wir um 10.25 Uhr von Doha ab und sind um 17.30 Uhr in Kathmandu (Ortszeit +4 ¾ Std.). Wie gewohnt von unseren bisherigen Reisen winkt uns Jan, unser Freund und Reiseleiter schon von weitem zu. Die Freude ist groß über unser Wiedersehen. Da ist auch Jan´s Frau, Santhi. Sie begrüßt uns mit ihrer uns bekannten Liebenswürdigkeit und Herzlichkeit. Auch sie ist uns eine liebe Freundin geworden. Die Überraschung ist gelungen, denn damit hatten wir nicht gerechnet. Zur Begrüßung bekommen wir wunderschöne Blumenkränze um den Hals gelegt. Ja, so kennen wir Nepal, herzlich und gastfreundlich. Man fühlt sich sofort willkommen. Unseren Freunden geht es ebenso. Sie sehen Jan nicht zum ersten Mal, denn sie hatten Gelegenheit, Jan bei seinem Besuch in Deutschland kennen zu lernen. Nun sind wir in seinem Land und wir freuen uns alle riesig darauf, die bevorstehenden Tage zusammen zu erleben.

Zunächst fahren wir zum Hotel Royal Singhi durch Kathmandu. Erste Eindrücke von Kathmandu und das rege Treiben in dieser Stadt bringen unsere Freunde schon zum Staunen. Hier ist ja mächtig was los! Im Hotel tauschen wir mit Jan und Santhi die neuesten Ereignisse aus, Jan erklärt den Ablauf des nächsten Tages und den Rest des Abends haben wir zur freien Verfügung. Wir packen die Gelegenheit beim Schopf und schleppen unsere Freunde mit zum "Momo-Essen". Was wäre ein Beginn einer Nepalreise ohne Momo`s! Ein Restaurant, ganz in der Nähe unseres Hotels hat erstklassige Momo`s und auch unsere Freunde sind begeistert von den mit Wasserbüffelfleisch gefüllten Nudelteigtaschen. Nebenbei lässt es sich herrlich plaudern und wir erzählen unseren Freunden von den Bergen und Tempeln, von der herrlichen Landschaft und den netten Menschen, den schönen Wanderungen ...

Genug erzählt, unsere Freunde wollen etwas sehen. Unsere Rundreise beginnt am:


04.11.2008 in Swayambhunath (Monkey-Temple)
Die besondere Atmosphäre, die dieser Ort ausstrahlt lässt unsere Freude auf die uns bevorstehenden Tage nur noch größer werden.
Es ist einer der heiligsten Orte des Kathmandu-Tales und eine der bedeutenden Stätten des Buddhismus.

Den Beinamen "Monkey-Temple" hat der Ort durch die große Schar Affen bekommen, die hier überall zu sehen sind. Die Stupa liegt auf einem bewaldeten Hügel und überblickt das ganze Kathmandu-Tal. Wir steigen die 365 Stufen nach oben und stehen nun vor dem großen Vajra (Diamantzepter, Donnerkeil - Indras Waffe), der auf einem Mandala (Kreis) steht. Dahinter sehen wir die Stupa mit den großen strahlenden Augen Buddhas. Bei der Besichtigung der Anlage sehen wir viele Gebetsmühlen und Gebetsfahnen, verschiedene Tempel mit ewigem Feuer und eine Menge Buddha-Figuren. Viele gläubige Menschen kommen täglich hierher um zu beten und Zeremonien zu feiern, Räucherstäbchen anzuzünden und Opfer-gaben darzubringen. Um den Swayambhunath-Hügel ranken sich - wie so vieles in Nepal - Mythen und Legenden, wovon Jan uns auch erzählt. All das hier wiederzugeben, wäre allerdings des Guten zu viel. Die Namen der Götter, Reittiere, Könige, Tempel, Jahreszahlen usw. können wir nicht alle behalten und wir sind froh, vieles davon in unserem Reiseführer nachlesen zu können.

Wir begeben uns zur Altstadt von Kathmandu.
Nicht ganz einfach, dorthin zu gelangen. In Kathmandu herrscht ein unglaubliches Verkehrschaos. Autos, Motorräder, Fahrräder, Rikschas, Fußgänger - alles kreuz und quer mit lautem Gehupe und Gebrüll, hektisch wie noch nie. Dicht gedrängt quälen sich Menschenmassen und Tiere durch die engen Straßen und Gassen und wir haben den Eindruck, als habe sich die Menschenmenge und Anzahl der Fahrzeuge seit unserem letzten Besuch verdoppelt. Wir begegnen allerdings auch vielen Touristen, wesentlich mehr als in den Jahren zuvor, was natürlich für Nepal sehr erfreulich ist. Im Stadtzentrum, dem Durbar Square, oder wie die Bewohner Kathmandus ihn nennen, dem Hanuman Dhoka angelangt, befinden wir uns vor der heraus-ragenden Sehenswürdigkeit Kathmandus, einer faszinierenden Ansammlung jahrhundertealter Tempel, Palastanlagen und Schreine. Um nur ein paar Sehenswürdigkeiten zu nennen:

Der kniende Garuda, der aus dem 6. Jh. stammt.
Indra Chok (Palast): Akasha Bhairava und Shiva-Schrein.
Der buddhistische Matsyendranatha-Tempel.
Krishna-Tempel und Tilanga Ghar.
Torana des Itum Bahal, dargestellt ist die Versuchung des meditierenden Buddha Shakyamni durch Mara und seine Scharen.
Der Königspalast.
Der Kala Bhairava am Hanuman Dhoka.
Kumari Chok, eine Mischung aus einem buddhistischen Kloster und einem newarischen städtischen Wohnhaus. Das Haus ist der Wohnsitz der lebenden Göttin Kumari (Jungfrau). Der Bau besticht durch den Reichtum und die sorgfältige Ausführung aller Details, besonders der Holzschnitz-arbeiten der Tür- und Fensterrahmungen, wie z.B. dem Pfauenfenster an der Front.
U.v.m...

Wir werden noch einmal Gelegenheit haben, diesen Ort zu besuchen, denn ein Nachmittag zur freien Verfügung in Kathmandu steht noch auf dem Reiseplan.

Weiter geht es in das alte Königreich Patan, bekannt als die älteste Stadt des Kathmandu-Tals. Lalitpur - die schöne Stadt - oder mit dem älteren, gebräuchlicheren Namen Patan, liegt im Süden von Kathmandu. Patan und Kathmandu bilden ein zusammenhängendes Stadtgebiet, das nur durch den Bagmatifluss getrennt ist.
Der Königspalast und die königlichen Tempel liegen im Herzen von Patan und sind interessant und wunderschön. Zum Abschluss besuchen wir den Mahabuddha, den Tempel der Tausend Buddhas. Wenn man nicht genau weiß, wo dieser unglaublich schöne Tempel steht, wir alleine hätten ihn sicher nicht gefunden. Der Tempel steht in einem Innenhof und ist von der Straße her nicht zu sehen.

Unser erster Reisetag geht allmählich dem Ende zu. Ob wir uns ein wenig von den vielen Namen und Geschichten merken konnten, werden wir nach unserem Abendbummel durch Thamel beim Abendessen testen.

Übernachtung im Hotel Royal Singhi.


05.11.2008 Bhaktapur
Die Königsstadt Bhaktapur liegt am Ostrand des Kathmandu-Tals und ist die gepflegteste und ruhigste der drei Königsstädte. Bhaktapur entwickelte sich an einer Handelsstraße nach Tibet. Auf dem Vorplatz zum Königspalast sehen wird die vergoldete Statue von König Bhupatindra Malla. Der zentrale Blickfang des Palastes ist sein "Goldenes Tor", das Sun Dhoka. Der Torana am Sun Dhoka zeigt die vierköpfige und zehnarmige Göttin, neben ihr die Flussgöttinnen Ganga und Yamuna. Durch dieses Tor könnte man auch den Taleju-Tempel und den Kumari-Palast auf dem Mul Chowk (Platz) erreichen, der Zutritt ist jedoch verboten. Wir gehen in nordöstlicher Richtung und kommen zum Nag Pokhri, einem Badetank. Einer der architektonisch interessanteste Teil des Palastes am Durbar-Square ist der 55-Fenster-Palast, der 1697 erbaut wurde. Weitere sehr schöne und wichtige Sehens-würdigkeiten in Bhaktapur sind: der Vatsala-Tempel, die Taleju Glocke, der Siddhi-Lakshmi-Tempel und die an der Südostseite des Durbar Square stehende Version Bhaktapur`s, der Pashupatinath-Tempel. Ostwärts davon kommt man zu einem weiteren größeren Platz, dem Taumadhi Tol. Hier steht der mit 30 m höchste Tempel des Kathmandu-Tals, der Nyatapola-Tempel. Ganz in der Nähe können wir den Bhairavnath-Tempel bewundern. Es gäbe noch zahlreiche Tempel, Schreine und Statuen zu erwähnen, doch das würde hier jeden Rahmen sprengen.

Changu Narayan
Narayana ist eine Form von Vishnu. Das Heiligtum Narayanas in Changu besteht mindestens seit dem 5. Jh. Die landschaftliche Schönheit seiner Lage, seine Geschichte und vor allem die hervorragenden frühen Skulpturen machen den Ort zu einer der bedeutendsten Kunststätten des Kathmandu-Tals. Der älteste Tempel des Kathmandu-Tals Changu Narayan steht an der höchsten Stelle des Newar-Dorfes Changu auf einem Hügel. Die vier Treppen, die zum Tempel führen, werden von Löwen, Widder, Greifvögel und Elefanten bewacht. Der Torana zeigt den vierarmigen Gott Vishnu mit seiner Gefährtin Lakshmi und mit seinem Reittier Garuda.

Unseren Freunden geht es wie uns, begeistert und fasziniert von dieser für uns doch so fremden Welt genießen wir zusammen die Besichtigungen. Man könnte Tage hier verbringen, so viele Sehenswürdigkeiten gibt es in Bhaktapur und Umgebung. Hier vergisst man sehr schnell den Alltag und wir lauschen gerne den Erzählungen von Jan.

Zur Abrundung unseres heutigen Programms wandern wir noch ein Stück in Richtung Nagarkot durch eine wunderschöne Landschaft.

Unsere nächste Nacht verbringen wir im Hotel Few Point in Nagarkot. Es ist ziemlich kalt im Hotel, da heißt es warm anziehen, Augen zu und durch. Wir nehmen es gern in Kauf, denn am nächsten Morgen wollen wir die Berge sehen. Ob es wohl diesmal klappt?


06.11.2008 Nagarkot
Es ist 6.00 Uhr - die Sonne geht auf - es ist ziemlich kalt, aber mit den richtigen Klamotten - kein Problem. Kamera her und nichts wie rauf auf die Aussichtsplattform. Die Berge werden allmählich sichtbar und leuchten unbeschreiblich schön in der aufgehenden Sonne. Wir können unser Glück kaum fassen, endlich klappt es auch mit den Bergen. Wir freuen uns natürlich ganz besonders für unsere Freunde, gleich in den ersten Tagen die Berge in dieser wundervollen Pracht zu sehen. Anschließend gehen wir frühstücken, ein heißer Nepali-Tee tut uns jetzt richtig gut. Wir kommen aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Die Berge sehen einfach traumhaft aus, man kann nicht genug davon bekommen.

Auf unserer 3-stündigen Wanderung um Nagarkot begleitet uns strahlender Sonnenschein und blauer Himmel, es ist herrlich warm und die Landschaft ein Traum. Es geht bergauf und bergab, vorbei an verschiedenen kleinen Siedlungen, Reisfeldern, schönen Blumen, bunten Schmetterlingen, riesigen Weihnachtssternen, Spinnen, die ihre Netze in den Sträuchern gesponnen haben, kleine Entlein, Kälbchen, Ziegen, ja und nicht zu vergessen - die Berge! Immer wieder gewährt uns die Natur einen Blick auf die Langtang-Kette. Die schneebedeckten Gipfel leuchten in der Sonne zu uns herüber. Wir begegnen Frauen, die schwere Lasten in Körben tragen wie Brennmaterial, Futter für das Vieh, ja sogar Steine, Zement usw. Unglaublich, was diese Frauen leisten. Und dennoch bekommen wir neben einem freundlichen Lächeln noch ein fröhliches "Namaste" zu hören. Ob wir auch noch so freundlich lächeln würden, wenn wir diese schwere Arbeit verrichten müssten?

Unser Fahrer wartet bereits am Endpunkt unserer Wanderung und fährt uns nach Dhulikhel. In der oberen Lodge, im Lodge Resort erwartet man uns bereits. Jan hat hier für uns das Mittagessen geplant. Danach geht es weiter zur unteren Lodge, dem Mountain Resort. Hier werden wir die nächsten zwei Nächte verbringen. Den restlichen Tag haben wir zur freien Verfügung.

Angenehm überrascht sind wir vom Hotel Mountain Resort. Ein sehr schönes, sauberes, gepflegtes, 25 Jahre altes Hotel. Die Bungalows sind an einen Hang gebaut, die Zimmer gemütlich eingerichtet und der Garten ein wahres Paradies. Blumen über Blumen wurden hier liebevoll und geschmackvoll angepflanzt und arrangiert, dazwischen gibt es genügend Plätze, die zum Verweilen einladen, ob am Kaffeetisch oder im Liegestuhl, für alles ist gesorgt. Natürlich gibt es auch hier die Möglichkeit, in aller Ruhe die Berge zu betrachten. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen. Es ist herrlich, die Nachmittagssonne bei einem leckeren Kaffe oder Nepali-Tee zu genießen, die Berge im Blickfeld und die Gewissheit, wir haben noch 19 Tage Urlaub vor uns. Da geht doch das Karten schreiben an unsere Lieben zuhause gleich doppelt so schnell. Danach sehen wir uns noch ein wenig die Anlage an und entdecken einen Pfad, der nach oben auf den Hügel führt. Von dort müsste man doch eigentlich einen schönen Blick ins Tal haben und den Sonnenuntergang sehen können. Gesagt, getan - herrlich. Ein paar Kinder gesellen sich zu uns und plaudern ein wenig mit uns. Am Sonnenuntergang sind sie zwar nicht so interessiert, umso mehr dafür an unserer Kamera. So eine Digitalkamera hat schon was, da sieht man ja gleich die Bilder - toll!


07.11.2008 Dhulikhel
Unsere Freunde haben heute Morgen noch einmal den Hügel erklommen und den Sonnenaufgang angesehen. Wir begnügten uns ausnahmsweise mit der Erzählung und glaubten ihnen, dass sie einen wunderschönen Sonnen-aufgang gesehen haben. In Anbetracht der 5 ½-stündigen Wanderung nach Namobuddha, die nun vor uns lag, verzichtete ich auf dieses Erlebnis, denn der seit Anfang des Urlaubs eingeklemmte Ischiasnerv hielt sich im wahrsten Sinne des Wortes krampfhaft fest. Nach einem aus- giebigen Frühstück wandern wir los. Inzwischen hat sich ein weiteres deutsches Ehepaar zu uns gesellt. Die beiden werden die nächsten 2 Tage mit uns reisen, müssen aber am 09.11 nach Hause fliegen. Sie haben bereits die Everest-Runde hinter sich und ihr Urlaub neigt sich schon dem Ende zu. Ihr Trekkingführer Joshi, ein Mitarbeiter von Jan begleitet uns ebenfalls. Die Wanderung hinauf zum Kloster Namobuddha ist wieder ein herrliches Erlebnis. Wir beobachten, wie Getreide gedroschen wird, freuen uns an den Kindern, die zur Schule gehen, genießen die Aussicht auf die Berge, sehen den Frauen beim Waschen der Wäsche zu, verteilen ein paar Luftballons an die Kleinsten und fotografieren was das Zeug hält, um nur ja alles festzuhalten.

Anschließend fahren wir nach Dhulikhel und stoppen für ein paar Fotos in Panauti. Der Ort liegt in einer kleinen, von Bergen umgebenen fruchtbaren Ebene, im Banepa-Tal. Panauti hat große und wichtige Heiligtümer, wie den Indreshvara Tempel, Nandi, Matrika-Tempel mit Unmatta Bhairava-Schrein und Tula Narayana-Schrein. Wir fahren weiter nach Dhulikhel um uns auch hier ein wenig umzusehen. Dhulikhel liegt auf der Passhöhe und ist bekannt wegen seines schönen Blicks auf die Bergkette des Himalayas. Eine Besichtigung von Dhulikhel ist heute allerdings schlecht möglich, wie wir sehr schnell erkennen. Ganz Dhulikhel ist auf den Beinen, heute ist Mädchenfest! Eine unzählige Schar kleiner Mädchen sitzt am Straßenrand, schön gekleidet und geschmückt und wird von den Erwachsenen beschenkt. Die Teller werden befüllt mit allerlei Essbarem, Reis, Linsen, Kekse, Süßigkeiten, Nüsse, Obst usw. Ja sogar Blumenkränze bekommen die Kleinen um den Hals gelegt. Ein schönes Erlebnis. Wir fahren zurück zum Mountain Resort. Heute ist Folkloreabend! Eine sehr schöne Vorführung der anmutigen Tänzerinnen und Tänzer in tollen Trachten in den buntesten Farben. Den Yeti haben sie auch mitgebracht. Das ist ein ganz Lieber! Jeder Zuschauer wird einzeln per Handschlag begrüßt (für Kameras interessiert er sich auch) und die Damen werden sogar umarmt.


08.11.2008 Kathmandu
Heute fahren wir zurück nach Kathmandu und haben den restlichen Tag zur freien Verfügung. Wir nützen die Freizeit für einen Bummel durch Thamel (und einkaufen) und besuchen noch einmal den Durbar Square, das Stadt- zentrum von Kathmandu. Bei einem chinesischen Abendessen lassen wir die letzten Tage Revue passieren.
Übernachtung im Hotel Royal Singhi.


09.11.2008 Rafting am Trisulifluss - Pokhara
Was gibt es heute? Pokhara heißt unser nächstes Ziel. Doch unterwegs ist zunächst Rafting am Trisulifluss geplant. Unser Fahrer lädt uns am Trisulifluss ab, wo wir bereits von unserem "Skipper" erwartet werden. Wir erhalten unsere Einweisung, Schwimmwesten, Helme und Paddel und schon kann`s losgehen. Alles einsteigen! Schön ruhig gleitet unser Schlauchboot dahin, wir genießen die Landschaft und versuchen, irgendwo ein Tier zu erspähen. Achtung! Die erste Stromschnelle ist in Sicht. Die ersten Kommandos kommen von hinten " forward - forward - back - forward"! Na, das war doch gar nicht so schwer. Ein wenig nass sind wir schon geworden, aber es hält sich in Grenzen. Das soll sich aber ganz schnell ändern. Die nächste Stromschnelle hat es in sich. Hey, das macht Spaß! Eine volle Ladung Wasser ergießt sich über uns, unsere Freundin ruft, " oh je, ich glaub ich hab den ganzen Fluss leer getrunken"! Nein, es ist noch genug Wasser da und weiter geht`s. Wir haben eine Mordsgaudi, purzeln durch das Boot, sind mittlerweile klatschnass und irgendjemand hat wohl etwas an dem Wort "back" nicht verstanden! Oder gar nicht gehört? Das lässt sich nicht mehr feststellen, wir passieren die Stromschnelle und sind alle nur noch am prusten und spucken und lachen - Wasser - überall Wasser - zum Glück ging diesmal keiner über Bord!
Etwa nach der Hälfte der Strecke legen wir am Flussufer an. Ein Picknick erwartet uns. Aber hallo, das lässt sich sehen. Fleißige Hände haben für uns ein tolles Essen zubereitet. Der Tisch ist schon gedeckt und wir werden verwöhnt mit Salat, Toastbrot, Wurst, Käse, Obst, Bier, Wasser, Cola ...Klasse!
Frisch gestärkt und mit dem gleichen Hallo und Spaß ging es dann weiter den Fluss entlang. Unsere Freunde sind begeistert, das war richtig toll!
Unser Fahrer ist auch schon da. Raus aus den nassen Klamotten, umziehen und weiter geht`s nach Pokhara. Unterwegs kommen wir nicht umhin ein paar mal anzuhalten - Fotostopp - die Berge sind einfach zu schön.
Wir checken für die nächsten 3 Nächte im Hotel Kantipur ein und beschließen den Tag nach einem kleinen Spaziergang durch Pokhara mit "Momo-Essen".


10.11.2008 Pokhara - Fewa-See - Friedensstupa,
das sind heute unsere ersten Ziele. Pokhara liegt etwa 900 m hoch und ist ein subtropisches Paradies. Die Hauptsehenswürdigkeit des Pokhara-Tals ist der Fewa-See mit der spektakulären Gebirgsszenerie, die vom Macchapucchare, wegen seiner Zwillingsgipfel auch Fischschwanz genannt, beherrscht wird. Ein Boot bringt uns an die andere Seite des Fewa-Sees (natürlich nicht ohne unzählige Fotos zu machen) und beginnen dort eine 1 ½-stündige Wanderung zur Friedensstupa. Der etwas steile aber landschaftlich schöne Aufstieg lohnt sich wirklich. Die Friedensstupa ist wahrlich sehenswert. Wir gönnen uns nach der Besichtigung einen leckeren Nepali-Tee und wandern zurück, um den Devis-Fall zu besuchen. Wir hatten diesen Wasserfall bereits 2002 besucht und sind heute ein wenig enttäuscht. Der Wasserfall hat heute leider sehr wenig Wasser und kommt nicht richtig zur Geltung. Aber gelohnt hat sich der Besuch trotzdem allemal, wie uns unsere Freunde bestätigen.
Zurück in Pokhara bleibt uns noch Zeit für einen Bummel entlang der unzähligen Verkaufsläden, die verlockende Angebote haben, Schmuck, Sportbekleidung, Souvenirs ... Wer kann da widerstehen!
Unter den vielen Restaurants gewinnt heute ein "indisches".


11.11.2008 Wanderung nach Astam
Bergauf, entlang des Bergkammes durch einige Dörfer genießen wir die herrliche Landschaft und treffen auf nette Menschen, die sich freuen, ein paar Worte mit uns zu wechseln (natürlich nur mit Hilfe unseres Dolmetschers Jan!). Wir beobachten ein kleines Zicklein, das gerade bei seiner Mutter trinkt und man erklärt uns, es sei gerade erst vor ein paar Stunden auf die Welt gekommen. Niedlich! Die Kinder sind noch in der Schule und so hinterlassen wir bei der Großmutter ein paar Luftballons, Bonbons und Kugelschreiber für ihre 7 Enkelkinder. Nur die Kleinsten sind zuhause und wir dürfen auch ein paar Fotos machen. Während unserer Wanderung haben wir immer wieder einen wunderschönen Blick auf die Berge. Strahlendblauer Himmel, nur ein paar winzige kleine Wölkchen sind zu sehen und die Sonne scheint mit ihrer ganzen Kraft. Die Bananen hängen zum greifen nahe an den Stauden und leuchten, fast so schän wie die Sonne.

Zum Abendessen gibt es heute wieder einmal "Daal Bhat". Unser Freund ist so begeistert davon, dass er es beinahe jeden Tag essen könnte. Jan führt uns in ein "einheimisches" Restaurant und wie uns unser Freund versichert, es war bis jetzt das beste Daal Bhat.

Übernachtung im Hotel Kantipur - der Baustil ist recht ansprechend, aber die Zimmer lassen, was Sauberkeit anbelangt, doch sehr zu wünschen übrig. Aber der Blick auf das Annapurnamassiv ist hier am besten.


12.11.2008 Fahrt nach Lumbini
Heute morgen ist es zum ersten Mal bewölkt. Eine lange Fahrt (ca. 250 km) steht uns bevor, die beinahe den ganzen Tag einnehmen wird. Aber uns wird dabei nicht langweilig. Die Aussicht auf die Landschaft ist herrlich. Die Bewölkung hat sich schnell aufgelöst und die Sonne lacht wieder wie gewohnt vom Himmel. Während unserer Fahrt, nach ca. 160 km kommen wir durch Sunauli, das an der Grenze zu Indien liegt. Zwischendurch gibt`s immer wieder Fotostopps und Gelegenheit ein wenig spazieren zu gehen. Bei einem unserer Stopps begegnen wir einer betagten Dame, die ihre Familie im nächsten Ort besuchen möchte. Nachdem sie schon seit zwei Tagen zu Fuß unterwegs ist und des Wanderns müde, bittet sie uns, sie doch ein Stück im Auto mitzunehmen. Gerne kommen wir ihrem Wunsch nach und nehmen sie mit bis zur nächsten Ortschaft. Mit einem freundlichen Lächeln und einem Namaste verabschiedet sie sich von uns. Am Nachmittag, gegen 14.30 Uhr kommen wir durch Butwal, die Heimatstadt von Jan. Eine von Jan`s Schwestern wohnt hier und freut sich über unseren Besuch. Wir dürfen uns einen ausgezeichneten Nepali-Tee schmecken lassen und freuen uns über den herzlichen Empfang.

Ebenso herzlich und freudig überrascht werden wir in der Lodge Lumbini Buddha Garden begrüßt. Wir waren schon einmal hier und man erinnert sich wieder an uns. Wir sind nicht ohne Grund noch einmal hierher- gekommen, denn hier stimmt einfach alles. Zimmer, Service, Essen, alles hervorragend. Die gepflegte Lodge, nur ca. 4 km von Lumbini entfernt, ist sehr idyllisch und sehr ruhig gelegen, inmitten eines Vogelreservates. Viele Gäste kommen hierher um die ca. 70 verschiedenen Vogelarten, unter anderem den in Nepal nur noch in Lumbini vorkommenden Saruskranich (Grus antigone), zu beobachten und die Natur zu genießen.

Nach einem leckeren Abendessen (es gibt sogar Schokoladenpudding auf Wunsch eines einzelnen Herrn!) schlafen wir herrlich ruhig in der Lodge.


13.11.2008 Besichtigung von Lumbini
Ein faszinierender Ort, wenn man sich vorstellt, wie alt diese Stätte ist und welche Begebenheit sich hier zugetragen hat. 563 v. Chr. ist Buddha Siddharta hier geboren und war der Sohn des Shakya-Herrschers Suddhodhana und seiner Frau Maya, die 7 Tage nach der Geburt Buddha`s starb.

Das Gelände umfasst ca. 6 km² und bis man alle Tempel bewundert hat, ist man schon einige Stunden unterwegs.

Wir kommen zunächst zur Friedensflamme am Anfang des Zentral-Kanals und spazieren weiter zu den verschiedenen Tempeln und Stupa`s aus aller Herren Länder. Um nur einige Länder zu nennen: Sri Lanka, Thailand, China, Vietnam, Japan, Indien, Deutschland, Korea, Österreich, Frankreich, usw., wobei sich die drei zuletzt genannten noch in Bau befinden.
In das sehr schöne Gelände des Vietnamesischen Tempels dürfen wir sogar hineingehen, denn der Manager unserer Lodge begleitet uns und ist mit einem der Mönche dieses Tempels befreundet. Dieser Mönch ist nebenbei noch Tierarzt und kümmert sich ganz besonders um verletzte Lumbini-Kraniche.

Um nicht das gesamte (noch nicht bebaute) Gelände abgehen zu müssen, könnten wir eine Abkürzung durch den Kanal nehmen. Er hat kaum Wasser und es dürfte kein Problem sein, so auf die andere Seite zu gelangen, meint Jan. Prima Jan, gute Idee! Die Böschung runter, über die Steine hüpfen und drüben die Böschung wieder hoch. Alle schaffen es mehr oder weniger gut, doch jetzt komm ich ... - platsch - nach den ersten Schritten stehe ich knöcheltief im Schlamm - igitt! Ich stecke fest, meine Schuhe stecken irgendwo im Schlamm. Ohne helfende Hände würde ich wohl heute noch mit dem Schlamm kämpfen. Die Zeit, die wir durch die Abkürzung gespart haben, brauchen wir nun, um meine Füße und Schuhe wieder einigermaßen sauber zu bekommen.

Immer wieder ein Erlebnis ist es, die Menschen in den Tharu-Dörfern zu besuchen. Man begegnet uns freundlich und ist gerne bereit, uns einen Blick auf ihre Häuser und ihren Lebensraum zu gewähren. Unsere Angst, lästig und vielleicht zu neugierig zu sein, ist unbegründet, wie uns Jan versichert. Tatsächlich ist es den Bewohnern des Dorfes ein Anliegen, dass man auch über ihre Lebensgewohnheiten etwas erfährt. Da sind diese schön bemalten und verzierten Häuser, die besondere Bauweise u.v.m. zu bewundern. Auf unserem Weg durch das Dorf sind wir im Nu umringt von unzähligen Kindern. Hoffentlich reichen unsere Luftballon`s ...

Ob wir einen Flohmarkt sehen möchten? Natürlich, welche Frage! Und schon sind wir mittendrin. Kleidung, Gewürze in den buntesten Farben und herrlich duftend, Reis, Linsen, Früchte, hier wird gebrutzelt und gekocht, natürlich auch getrunken und geraucht, es herrscht ein quirliges und reges Treiben, sodass man nicht weiß, wo man zuerst hinschauen soll. Gekauft haben wir zwar nichts, aber fast alles gesehen.

Zum Abschluss des Tages beobachten wir den Sonnenuntergang bei der Weltfriedensstupa. Eine große Schar Jugendlicher ist auch hier. Scheint sich um eine Schulklasse zu handeln. Lauter hübsche junge Leute. Das wäre uns doch ein Bild wert. Ob wir dürfen? Natürlich dürfen wir! Zu unserer großen Überraschung wird postwendend der Spieß umgedreht. Ein junges hübsches Mädchen kommt auf uns zu: Foto? Sie will mit "uns" fotografiert werden. Na, das ist ja mal ganz was anderes. Wir freuen uns und kommen gerne ihrem Wunsch nach. Und so kommen auch wir zu ein paar sehr "hübschen" Fotos.
Übernachtung im Lumbini Buddha Garden.


14.11.2008 Die nächste Station ist der Royal Chitwan Nationalpark.
Drei Nächte werden wir dort verbringen um auch wirklich alle Safarimöglich-keiten auskosten zu können. Erfahrungsgemäß werden wir im Dschungel-Camp vom Dschungelführer erfahren, wann welche Safaris auf dem Programm stehen. Auf unserer Fahrt zum Royal Chitwan Nationalpark statten wir den Eltern von Jan einen Besuch ab und nach einem wieder einmal leckeren Nepali-Tee geht die Fahrt weiter. Im Machan Paradise View angekommen hält sich unsere Freude über das "Dschungel-Camp" zunächst in Grenzen. Was haben wir doch unseren Freunden alles erzählt, wie urig so ein Dschungel-Camp ist. So richtig in der Natur, eine ganz besondere Atmosphäre. Zwar kein Strom, meist nur kaltes Wasser, hier und da mal ein kleines Tierchen im Zimmer, aber das sei normal im Dschungel, was für unsere Freunde auch kein Problem darstellte. Und dann gibt es eine schöne Terrasse, wo man gemütlich sitzen, essen, trinken und am Wasserloch die Tiere beobachten kann. Wir hätten besser nicht so viel erzählt und geschwärmt. Wie wir sehr schnell feststellen, ist von alledem hier nichts der Fall. Machan Paradise View ist ein Hotel mit beinahe luxuriös ausgestatteten Zimmern. Strom, heißes Wasser, alles vorhanden. Mit einem Dschungel-Camp, wie wir es kannten, hat das nichts mehr zu tun. Der unerwartete Luxus kommt ein wenig überraschend. Die Anlage selbst, sehr ordentlich, exakt gemähter Rasen, Hängematten zwischen den Bäumen, angepflanzte Blumen und Sträucher. Der Speisesaal riesig groß und hoch, eine etwas unpersönliche, kalte Halle. Das Essen, eher langweilig, sehr europäisch angehaucht und das Personal, nun ja, die Arbeit muss halt getan werden. Schade, aber nun sind wir schon mal hier und können auch nicht in das uns bereits bekannte Camp umziehen. Es ist derzeit wegen Umbau geschlossen.

Der Hotel-Manager klärt uns auf über Safaris, Essenszeiten und was wir sonst noch alles wissen sollten. Für heute steht eine Jeep-Safari und eine Kanufahrt auf dem Programm. Also, dann mal los, auf geht`s in den Dschungel. Wir fahren ein Stück mit dem Jeep und dann heißt es rauf auf das Dach. Etwas unbequem und kalt, aber dafür ist die Aussicht bestimmt ganz prima. Leider halten die Tiere gerade alle Siesta. Ein Wildschwein, ein paar Hirsche und Vögel, das war`s dann schon. Macht nichts, wir haben ja extra 3 Tage eingeplant. Nach der Jeep-Safari besuchen wir eine Gavial-Aufzuchtsstation. Der Gavial gehört zur Familie der Krokodile, wobei es bei der Gavialfamilie nur noch diese eine Art gibt. Eine interessante Krokodilart, die man hier in nächster Nähe, von ganz klein bis ganz groß, bewundern kann. Danach gehen wir zum Fluss und versuchen vom Kanu aus Tiere zu entdecken. Wir sehen Sibirische Enten, Marabu`s, Kormorane, Reiher, Pfaue, Adler, einen wunderschönen blauen Eisvogel, Schmetterlinge usw. Sehr schön und stimmungsvoll ist die untergehende Sonne, die sich in den schönsten Farben im Fluss spiegelt.
Im Hotel werden heute Abend Folkloretänze gezeigt, diesmal nur von Männern. Tänze mit Holzstäben, Trommeln usw., macht Spaß ihnen zuzusehen, wie geschickt sie mit diesen Stäben zum Rhythmus der Musik tanzen. Wir stellen uns vor, wie oft wir uns wohl gegenseitig auf die Finger geklopft hätten und beschließen, das nicht auszuprobieren.


15.11.2008 Royal Chitwan Nationalpark
Etwas früher am Morgen, noch vor dem Frühstück, geht`s zur Elefanten-safari. Zu unserer großen Freude und Überraschung bringt eine der beiden Elefanten-Damen ihr Kleines mit. Wie süß! Das Elefantenbaby geht sogar mit auf Safari. Es bedarf wohl keiner weiteren Erklärung, worauf sich alle Safari-Teilnehmer am meisten konzentriert haben! Wo ist der Kleine? Ist er noch da? Irgendwie fehlte es uns allen an der richtigen Konzentration, die Tiere im Dschungel zu entdecken. Der kleine Elefant ist einfach zu nett. Neben der Elefanten-Mama, die stets ein wachsames Auge auf ihr Junges hat, kümmert sich auch der Phanit sehr liebevoll um das Baby. Der Abstieg ist zu steil? Sofort wird ein einfacherer Weg genommen, das Baby soll schließlich keine Angst haben müssen. Hat der Kleine Hunger, wird gewartet, bis er sich bei Mama satt getrunken hat, erst dann gehen wir weiter. Nebenbei passt er recht gut auf, was die Mama macht. Frisst Mama Elefantengras, versucht er das gleiche, natürlich mit den ganz kleinen Gräsern. Reißt Mama einen Ast vom Baum, nimmt sich der Kleine auch ein Ästchen. Klappt doch schon recht gut mit dem Rüsselchen. Die Ablenkung durch den kleinen Elefanten von der eigentlichen Safari ist wahrlich perfekt. Wir haben unglaublich viel Spaß und Freude mit ihm. Aber außer dem Baby haben wir natürlich auch noch was anderes gesehen! Verschiedene Hirscharten, Makaken, Hühnervögel, Wildschweine ...
Auf dem Rückweg bietet uns unser Phanit sogar noch seinen Platz an. Phanit spielen? Super, das nimmt unsere Freundin doch sofort gerne an. Stolz bringt sie uns zurück zur Lodge.

Nach dem Mittagessen gehen wir zum Elefantenbreefing, an den Aussichtspunkt an einer kleinen Wasserstelle, wo wir vom Dschungelführer sehr viel Interessantes über Elefanten erfahren. Wir verweilen noch ein wenig und beobachten die Wasserstelle, vielleicht entdecken wir ja noch was. Ein paar schöne Schmetterlinge und Agamen gesellen sich zu uns. Bei einem Spaziergang entlang der Wasserstelle jedoch, entdecken wir ein Sumpfkrokodil. Groß, träge und faul liegt es in der Sonne und wir können es in aller Ruhe (aus sicherer Entfernung) bewundern.

Am Nachmittag ist eine weitere Elefanten-Safari angesagt. Ist der Kleine auch dabei? Selbstverständlich! Sogar eingeölt mit Rapsöl, seine Haare auf dem Kopf glänzen leuchtend rot in der Sonne - einfach niedlich. Vielleicht schaffen wir es am Nachmittag, etwas mehr auf das Leben im Dschungel zu achten. Es macht Spaß, durch den Dschungel zu reiten, aufpassen muss man allerdings auch, auf Äste, Lianen und Gestrüpp. Unser Phanit ist aber sehr aufmerksam und warnt rechtzeitig vor eventuellen Verletzungs-gefahren. Versperrt uns ein größerer Baum den Weg, kein Problem, unsere Elefantendame räumt ihn einfach weg. Das Highlight heute Nachmittag, sind ohne Zweifel zwei Panzernashörner. Das aufmerksame Auge unseres Phanit`s hat sie entdeckt. Faszinierend!

Für den Abend hat man einen interessanten Dia-Vortrag vorbereitet über die im Dschungel lebenden Tiere und Wissenswertes über den Dschungel selbst.


16.11.2008 Royal Chitwan Nationalpark
Eine weitere (sehr erfrischende) Jeep-Safari, ein Spaziergang durch ein Tharu-Dorf, am Nachmittag eine Fußpirsch durch den Nationalpark und ein Folkloreabend füllt den letzen Tag im Dschungel aus. Auf unserer Fußpirsch kommen wir zu einem Aussichtsturm und entdecken (in weiter Ferne) tatsächlich noch einmal ein Panzernashorn.


17.11.2008 Eine weitere Station unserer Rundreise ist Daman.
Die Fahrt dorthin wird bis in die Nachmittagsstunden dauern. Wir haben unsere Freunde vorgewarnt, es ist kalt in Daman. Aber mit der richtigen Kleidung sollte auch das kein Problem sein. Was wäre eine Nepal-Rundreise ohne Besuch in Daman (2.488 m). Nicht umsonst spricht man von Daman von einem der besten, ja vielleicht sogar dem besten Aussichtspunkt um einen überwältigenden Panorama-Blick auf den Himalaya zu erhalten, vorausgesetzt es ist klar. Unzählige Serpentinen führen uns nach oben zum Hotel Everest-Panorama-Resort. Unterwegs kommen wir zu einer großen Hängebrücke. Da wollen wir doch alle einmal drüber gehen. Nicht allen ist da so ganz wohl in der Haut und man ist froh, wieder festen Boden unter sich zu haben. Aber schön war`s trotzdem.
Der Weg nach Daman hat sich wahrlich gelohnt. Die Aussicht auf die Berge und den Sonnenuntergang - wundervoll.


18.11.2008 Daman - Kathmandu
Auch heute Morgen ist es klar und eiskalt,
(jemand soll sogar mit Pudelmütze geschlafen haben!)
aber - fantastisch und unglaublich schön.

Bei Sonnenaufgang das ganze Panorama vom Dhaulagiri bis zum Mount Everest bewundern zu können; das muss man einfach gesehen haben - Worte reichen dafür nicht aus!

Nach dem Frühstück fahren wir zurück nach Kathmandu, wo wir die letzten beiden Nächte unseres Urlaubs, im Hotel Royal Singhi, verbringen werden.


19.11.2008 Kathmandu
Noch immer haben wir nicht genug von den Bergen und so fahren wir zum Flughafen um unseren Himalaya Rundflug anzutreten. Das muss genial werden, zumal das Wetter durchwegs schön war während unseres ganzen Urlaubs. Seltsamerweise werden wir immer wieder gefragt, <wollen Sie wirklich fliegen? Man sieht die Spitze des Everest nicht!> Na ja, es gibt ja nicht nur den Everest, es sind ja noch genug andere Berge da, die wir sehen wollen. Wir fragen nach, <sieht man den Rest?> Ja, man kann alles sehen, nur der Everest, da sieht man die Spitze nicht! Ja, ok, dann sehen wir die Spitze vom Everest halt nicht, damit können wir leben. Wir wollen fliegen! Irgendwie komisch lässt sich das schon an, aber wir diskutieren nicht lange, für uns steht fest, wir fliegen. Und fast alle anderen Fluggäste sind der gleichen Meinung. Zu unserer Enttäuschung hat man uns allerdings verschwiegen, dass man eigentlich fast gar nichts sieht, es ist bewölkt und die Berge sind kaum zu sehen. Schade, aber wie sagt unser Freund - es wäre ja schon fast zu viel des Guten, wenn das jetzt auch noch geklappt hätte. Wir tragen es mit Fassung.

Jan holt uns vom Flughafen ab und wir fahren weiter zur Bodnath-Stupa. Bodnath ist das Zentrum des tibetischen Buddhismus in Nepal. Die Stupa ist mit 40 m Durchmesser eines der größten buddhistischen Bauwerke der Welt. Gigantisch! Der Grundriss der Stupa ist einem tibetischen Mandala nachempfunden. Um das Heiligtum hat sich eine tibetische Siedlung gebildet. Viele Wohnhäuser und zahlreiche Geschäfte mit den schönsten Souvenirs gibt es hier.

Unser letzter Ausflug gilt dem Pashupatinath-Tempel, Nepals wichtigstem hinduistischen Heiligtum und Zielort zahlloser Pilger und Sadhus. Der Pashupatinath-Tempel ist Shiva in seiner Form als "Herr der Tiere" geweiht und stammt aus dem Jahre 1696. An der Südostseite des Tempel-Hauptgebäudes überspannen zwei kleine Brücken den schmalen Bagmati-Fluss. Wenige Meter südlich der Brücken befindet sich das Surya Ghat ("Ufer der Sonne"), wo auf speziellen Plattformen die Sterblichen nach ihrem Tode verbrannt werden. Um nicht zu stören, beobachtet man, wenn man das möchte, am besten vom anderen Ufer aus. Unseren Freunden geht es wie uns, ein seltsam anmutendes, für uns Europäer doch eher beklemmendes Erlebnis, so direkt mit dem Tod konfrontiert zu werden.


20.11.2008 Heimreise
Es ist nicht zu umgehen, wir müssen wieder einmal Abschied nehmen, von Nepal, von Jan und seiner Familie. Es war ein wunderschöner Urlaub und was uns am meisten freut, unseren Freunden hat es ebenfalls sehr gut gefallen.

top