Der Nepal-Reisebericht 2006 als PDF-Datei: PDF

 

back1 Sonntag, 05.11.2006 - Abflug nach Nepal

Um 11.30 Uhr ist es wieder einmal soweit, unsere Reise nach Nepal anzutreten. Gespannt und voller Vorfreude, was uns diesmal erwartet, steigen wir in München ins Flugzeug und fliegen planmäßig ab. Unsere diesjährige Rundreise ist nicht nur für uns neu, sondern auch für unseren Freund und Reiseleiter Jan. Wir wollen zusammen eine für uns völlig neue Gegend erkunden.

Nach 6 Stunden Aufenthalt in Doha fliegen wir weiter.


back1 Montag, 06.11.2006 - Ankunft in Kathmandu

Um 10.05 Uhr landen wir in Kathmandu. Unser Freund und Reiseleiter Jan wartet bereits auf uns und die Wiedersehensfreude ist groß. Wir fahren zu Jan`s Wohnung und werden dort von seiner Frau Santhi herzlich empfangen. Ein schönes gemütliches Zimmer, extra für uns, ist bereits liebevoll vorbereitet. Sogar ein Bad mit Dusche haben wir ganz für uns alleine. Die Erfrischung kommt uns nach dem langen Flug wie gerufen. Inzwischen stellt Santhi Getränke für uns bereit und sorgt sogleich für unser leibliches Wohl. Nudelsuppe, Gemüse, Mixed Pickles (acar = sauer-scharf eingelegte Früchte oder Gemüse), dazu Fladenbrot. Herrlich, wir fühlen uns sofort wie zuhause.

Natürlich gibt es viel zu erzählen. Trotzdem wir eigentlich hundemüde sind von unserer langen Anreise fahren wir noch am Nachmittag mit Jan im Taxi nach Thamel, um unsere Ticket's für die Rundreise abzuholen und buchen gleichzeitig einen Himalaya-Rundflug.

Nach der Besorgung des Frühstücks (Croissants, Brot usw.) für den nächsten Morgen, fahren wir wieder "nach Hause". Kurz darauf kommen auch die beiden Jungs, Manas (18 Jahre) und Manzil (11 Jahre) von der Schule. Wir freuen uns sehr, auch die beiden wieder zu sehen. Wir packen unsere gesamten Englisch-Kenntnisse aus und schon ist die Unterhaltung im Gange. Santhi ist schon wieder fleißig, kocht für uns Tee, Kaffee und bereitet das nepalesische Nationalgericht "Dal-Bhat" (Dal = Linsenbrei, Bhat = Reis) zu. Dazu gibt es Gemüse-Curries (tarkari) und Hähnchenfleisch.

Gegen 19.30 Uhr können wir unsere Augen kaum noch offen halten, fallen todmüde ins Bett und schlafen wie die Steine.


back1 Dienstag, 07.11.2006 - Fahrt nach Daman

Nach einem ausgiebigen, gemeinsamen Frühstück im Kreis der Familie, warten wir auf unseren Fahrer, um nach Daman zu fahren. Mit einer Stunde Verspätung; der Fahrer stand gnadenlos im Stau; werden wir abgeholt und können nun starten. Wir verabschieden uns von Santhi und den Kindern für die nächsten 2 Wochen und los geht die Fahrt durch Kathmandu. Es hat sich nichts geändert, ohne Hupe Auto fahren unmöglich, Verkehr - ein Wahnsinn! Die Frau des Fahrers nehmen wir unterwegs auch noch mit, so sitzen wir hinten im Auto zu dritt und weiter geht`s über den Pass bis Daman.

Folgt man in zahllosen Serpentinen dem Tribhuvan Rajmarg, kommt man nach ca. 54 km nach Daman, einem der besten Aussichtspunkte auf den Himalaja. In Daman (2.488 m) steht ein Aussichtsturm, von dem man einen überwältigenden Panorama-Blick erhalten kann, sofern das Wetter mitspielt.

Unterwegs gibt`s natürlich einige Fotostopps und wir entdecken an einem Hang wunderschöne Orchideen.

Um 14.00 Uhr kommen wir im Hotel Everest-Panorama-Resort an. Es ist kalt und bewölkt. Von den Bergen natürlich wieder einmal nichts zu sehen!

Dann gehen wir eben essen! Schon sieht die Welt wieder besser aus, wenn auch noch ohne Sicht auf die Berge...


back1 Mittwoch, 08.11.2006 - Fahrt nach Dhankuta

Der Wecker klingelt um 5.45 Uhr. Aufgestanden! (Merkwürdig - im Urlaub steht man viel leichter auf und das auch noch freiwillig...) Ein Blick aus dem Fenster lässt uns sehr schnell ins Bad eilen, denn man sieht bereits in der Morgendämmerung die Himalaya-Kette. Die Sonne wird bald aufgehen - schnell - rauf auf den Aussichtsturm. Wir werden belohnt mit einer herrlichen Sicht auf die Berge! Gigantisch!

An dieser Stelle sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich nachdem ich zuhause meiner Berg-Fotos ansichtig wurde beschloss, meine Kamera über den Jordan zu werfen! Sämtliche Bilder für den Müll!

Nach dem Frühstück starten wir um 7.00 Uhr zu einer langen Autofahrt (ca. 530 km) nach Dhankuta. Unterwegs kaufen wir auf einem schönen Markt Bananen und Mandarinen, die ausgezeichnet schmecken.

Die Straße ist gut ausgebaut und wir kommen recht zügig voran. Schnell stellen wir fest, dass wir mit unserem Fahrer "Bragas" einen sehr guten und aufmerksamen Fahrer haben.

Um 10.00 Uhr erreichen wir Hetauda.
Hetauda ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt am Fuß der Churia-Bergkette, der Schnittpunkt des Tribhuvan Rajmarg mit dem Mahendra Rajmarg. Vom Westrand der Stadt führt eine Lastenseilbahn nach Kathmandu, die 1964 in Betrieb genommen wurde. Mit dem Bau der Highway-Verbindung zwischen Hetauda und Naubise nahm die Bedeutung dieser originellen Konstruktion jedoch ab.


12.20 Uhr - Bagmati-Fluß

13.30 Uhr - Talgebar
Zeit uns ein wenig die Beine zu vertreten. Wir schlendern die Straße entlang und kommen zu einem sehr schönen Gemüsemarkt.

14.30 Uhr - Allmählich knurrt uns der Magen. Ein kleines Restaurant am Straßenrand lässt uns stoppen und wir werden mit einem ausgezeichneten indischen Essen bewirtet. Der Service ist zwar sehr "zurückhaltend", aber das Essen schmeckt trotzdem, alles super-lecker!

Frisch gestärkt fahren wir weiter. Die Fahrt ist abwechslungsreich und im Laufe der Zeit verändert sich die Landschaft in eine wesentlich flachere, je weiter wir in den Osten kommen. Wir sehen viele Wasserbüffel, Ziegen, schwarze Schafe, Kühe, ja sogar Affen (Hanomang-Languren). Sie haben allerdings gerade keinen Fototermin.

15.10 Uhr - Lahan

16.15 Uhr - Inzwischen sind wir ca. 40 km vor Biratnagar und kommen an einem mit wunderschönen Lotusblüten übersäten See vorbei. Kormorane fliegen über unsere Köpfe hinweg.

16.55 Uhr - Patak

17.00 Uhr - Itahari
Eine kleine Stadt, die sich um die zentrale Kreuzung des Mahendra Rajmarg mit der Straße zwischen Biratnagar und Dharan Bazar zu schmiegen scheint. Wichtig ist sie bestenfalls als Umsteigepunkt, denn hier halten zahlreiche Busse auf dem Weg nach Dharan Bazar, Biratnagar u.a.


17.15 Uhr - Dharan Bazar,
kurz Dharan genannt, ist eine quirlige Marktstadt mit etwa 70.000 Einwohnern am Nordrand des Terai.

19.00 Uhr - Nach ca. 12 Stunden Autofahrt kommen wir endlich in Dhankuta an und checken im "Hotel Sauravi" ein. Eine einzige katastrophale Schmuddelstätte, was wir allerdings erst am nächsten Morgen so richtig mitbekommen. Das Essen ist mäßig, der Service noch mäßiger, die Betten steinhart. Direkt unter unserem Zimmer befindet sich die Küche, was nicht nur zu hören sondern auch zu riechen ist. Ein ohrenbetäubender Lärm im gesamten Hotel.

Angenehme Nachtruhe allerseits!


back1 Donnerstag, 09.11.2006 - Dhankuta

Der Höllenlärm geht morgens um 5.00 Uhr weiter, ein Hahn gibt dazu noch die gesamte Tonleiter zum Besten und ein Hotelmitbewohner ist scheinbar der Ansicht, uns interessiert sein lautstarkes Telefongespräch direkt vor unserer Zimmertüre brennend. Ziemlich entnervt und unausgeschlafen begeben wir uns zum Frühstück. Der Frühstücksraum trägt nicht gerade zur Besserung unserer Stimmung bei. Schmuddelig, wie der Rest des Hotels! Tee, Toast und ein Ei, das ist genug und wir sind froh aus dem "Hotel" zu kommen.

Nachdem auch für Jan diese Gegend neu ist, gehen wir zunächst einmal auf Entdeckungsreise durch Dhankuta. Der Ort liegt ausgestreckt auf einem Bergrücken, ist überraschenderweise recht ruhig und erscheint auffallend sauber und wohlhabend. Die Wohnhäuser sind gepflegt (was man von unserem Hotel ganz und gar nicht sagen kann) und die Straßen fast peinlich rein. Ein erheblicher Teil des Wohlstandes des Ortes entstammt den fetten Soldüberweisungen von Gurkha-Soldaten, von denen Dhankuta ganz besonders viele hervorgebracht hat. Dhankuta bietet zwar keine besonderen Sehenswürdigkeiten, aber die herrliche Umgebung lädt zu ausgiebigen Spaziergängen ein.

Während unseres Rundgangs bekommen wir immer mehr das Gefühl, von einem anderen Stern zu kommen. Man betrachtet uns, als wären wir Außerirdische! Es ist deutlich zu spüren, dass hier äußerst selten Touri`s zu Gast sind. Doch viele Einheimische begrüßen uns auch hier in der gewohnt netten Weise mit einem freundlichen "Namaste".

Hile, 12 km nördlich von Dhankuta, ist eine Marktstadt, deren einzige Straße sich entlang eines Bergrücken`s erstreckt. Nördlich des Marktes findet sich ein Armeelager. Passiert man dieses weiter in nördliche Richtung, soll man mit wunderbaren Ausblicken auf den Himalaja belohnt werden. Wir beschließen, nach unserem Spaziergang durch Dhankuta nach Hile zu fahren. Unser Fahrer, der ausgezeichnete Arbeit leistet, bringt uns sicher nach Hile. Wir erklimmen einen kleinen Hügel und tatsächlich, die Berge spitzen aus den Wolken hervor. Jetzt müsste es nur noch klar sein. So schmieden wir gleich für morgen früh einen Plan. 7.00 Uhr Start nach Hile und rauf auf den Hügel. Dann sehen wir bestimmt den Kanchenjunga.

Hile wird von einem bunten ethnischen Gemisch bevölkert, von Bergvölkern wie Magar und Rai, Tibetanern und Bahuns.

Wir spazieren durch Hile, finden dankbare Luftballon-Abnehmer, gehen essen in einem kleinen einheimischen Lokal und fahren zurück nach Dhankuta.

Heute ist Flohmarkt in Dhankuta, den wir uns natürlich ansehen müssen. Interessant! Zum Abschluss suchen wir einen Internetladen auf, um ein paar Emails nach Hause zu schicken - Postkarten gibt es in Dhankuta nämlich nicht! Doch das stellt sich als äußerst schwierig und zeitaufwendig heraus. Wir versuchen sämtliche, irgendwann einmal angelegte Email-Adressen, aber wir kommen weder zu unserer Mailbox, noch können wir Emails verschicken. Der Ladenbesitzer ist uns dann mit seiner eigenen Adresse behilflich, um wenigstens die wichtigsten Emails auf den Weg zu bringen.


back1 Freitag, 10.11.2006 - Hile

Wie vereinbart wollen wir heute am Morgen möglichst früh nach Hile. Um 5.30 Uhr stehen wir auf und nach dem Frühstück in unserem "Nobelhotel" fährt uns Bragas nach Hile. Unser Toyota Corolla kann die Straßenver-hältnisse allerdings nicht mehr bewältigen. So bleibt uns nichts anderes übrig, als Einheimische mit Jeep oder einem geeigneten Fahrzeug zu fragen, ob sie uns noch ein StÜck den Berg hinauf fahren. Jan überredet den Fahrer eines Taxi-Busses für 600 Rupien (ca. 7 €). Pakribas nennt sich dieser Ort, an dem wir umsteigen müssen.

Oben angelangt, nach einer sehr holprigen und wilden Fahrt, wandern wir weiter zu einem Bergrücken und werden mit einer grandiosen Aussicht auf das Makalu-Massiv und auf die Spitze des Mt. Everest belohnt. Traumhaft sind nicht nur die Berge, auch das Tal ist herrlich anzusehen. Wir machen Halt bei einer netten Familie, die dort oben wohnt. Sie scheinen sich richtig zu freuen uns Touri`s zu sehen und ein paar Worte mit uns wechseln zu können, dank Jan`s Hilfe. Wir trinken Tee und genießen und fotografieren die fantastische Landschaft.

Wir wandern zurück und versuchen wieder ein Taxi zu bekommen, was uns diesmal überraschend schnell gelang. Ein uralter Jeep und ein netter Fahrer bringen uns auf der wirklich sehr schlecht befahrbaren Straße (wird gerade neu gemacht und hatte noch keinen Teerbelag) zurück nach Hile. Allerdings sind wir nicht lange alleine. Eine Horde hübscher, lustiger Mädchen, die zu Fuß unterwegs ist, gefallen unserem Fahrer so gut, dass er uns höflich um Erlaubnis fragt, die Mädchen mitnehmen zu dürfen. Klar, warum nicht, wie könnten wir diese Bitte abschlagen. So sind wir im Nu umringt von 18 Mädchen, die 8 Jungs klettern hurtig auf das Dach. Unglaublich, wie viele Menschen in einem Jeep Platz finden. In Hile wartet bereits unser Fahrer auf uns und wir gehen zusammen essen. Dort treffen wir auch die Mädels wieder. Nett, wie sie uns anstrahlen, es hat ihnen scheinbar gefallen, mit-fahren zu dürfen.

Nach dem Essen fahren wir zurück nach Dhankuta und unternehmen eine ausgiebige Verdauungs-Wanderung in der Umgebung, damit wir wieder Platz haben für die Momo`s, die wir zum Abendessen in unserem Luxus-Hotel bestellt haben (die Momo's waren sehr gut).


back1 Samstag, 11.11.2006 - Dharan

Einen Tag früher als geplant reisen wir von Dhankuta ab und fahren zurück, Richtung Dharan. Auf unserem Weg dorthin haben wir ein Versprechen einzulösen. Wir treffen uns am Charles Point mit dem Bruder eines Bekannten aus Nepal, den wir in München kennen gelernt haben. Er hat ein Restaurant in München und kann prima "Momo" kochen. Seiner Bitte, doch ein paar Geschenke für seine Familie nach Nepal mitzunehmen, sind wir gerne nachgekommen. Wir übergeben das Päckchen, bekommen auch gleich wieder eines mit und nutzen die Gelegenheit, den Aussichtsturm am Charles Point zu besteigen. Oben angelangt stehen wir im dichtesten Nebel und sehen rein gar nichts! Nur ganz kurz lichtet sich stellenweise der Nebel ein wenig und wir sehen andeutungsweise Umrisse von Bergen. In Sekunden-schnelle ist alles wieder komplett dicht und wir treten den Rückweg zu unserem Auto an.

Wir fahren weiter nach Dharan, eine Stadt, in der das Leben geradezu pulsiert. Doch auch hier scheint man nicht jeden Tag einem Touri zu begegnen. Wir suchen uns ein Hotel und entscheiden uns nach kurzer Besichtigung für das Aangan-Hotel. Es sei das beste in Dharan und hätte keine Konkurrenz. Man soll nicht alles glauben, was man hört! Bei unserem Spaziergang am Nachmittag entdecken wir das Dreamland-Hotel. Neu gebaut, schöne Zimmer und sauber. Zu spät, wir haben bereits eingecheckt und es ist ja auch nur für eine Nacht. Die Betten sind hart wie ein Brett und beängstigend schmal. Das Wasser ist eiskalt und die Toilettenspülung macht einen Höllenlärm.

Wir besuchen einige Tempel, wobei in einem dieser Tempel gerade die Schlachtopferzeremonie stattfindet. Für uns Touri`s ein etwas ungewöhn-liches Erlebnis...

Nach dem Mittagessen gehen wir auf Entdeckungsreise durch Dharan, genehmigen uns am Busbahnhof Kaffee und Kuchen und sehen dem regen Treiben zu.


back1 Sonntag, 12.11.2006 - Fahrt nach Janakpur

Nach dem Frühstück starten wir um 8.00 Uhr nach Janakpur. Unterwegs stoppen wir, um nochmals die Berge anzuschauen. Es ist ein wenig dunstig, aber trotzdem kann man die Gipfel gut erkennen. Auf der gut ausgebauten Straße kommen wir rasch voran, fast zu schnell, denn die Strecke ist abwechslungsreich und interessant. Es gibt so viel zu sehen, was wir bei der Hinfahrt gar nicht so richtig registriert hatten. Wir waren noch zu müde und eilig hatten wir es außerdem.

Um 8.30 Uhr fahren wir durch Itahari. Die Gegend hier nennt sich Shunsari-Distrikt und wir überqueren gegen 9.00 Uhr den Shunsari-Fluss. Wie schon oft, ist der anschließende Dorfbesuch wieder einmal ein besonderes Erlebnis. Hier ist alles zuhause: kleine und große Tiere, viele Kinder und überaus freundliche Menschen, die sich freuen, uns ihr Dorf zeigen zu können.

Gegen 10.00 Uhr kommen wir zum Sapt Koshi Fluss, ein sehr breiter Fluss mit einem riesigen Staubecken. Der Sapt Koshi ist einer der wasserreichsten Zuflüsse des Ganges und das Staubecken soll Überschwemmungen verhindern.

11.00 Uhr - wir fahren durch Rajbirai, eine eher öde und uninteressante Stadt, in der wir mit hoher Wahrscheinlichkeit die einzigen Touristen sind.

Pünktlich zur Mittagszeit nähern wir uns dem indischen Restaurant, in dem wir schon auf der Hinfahrt gegessen haben und entschließen uns kurzerhand, dort nochmals einzukehren. Das Essen war gut, vielleicht ist ja der Service heute auch etwas freundlicher? Chickencurry, Reis, Linsensoße, Mintsoße, Nan (Fladenbrot) alles wieder ausgezeichnet - nur der Service ist auch heute nicht wirklich freundlicher...

Jetzt kann es weitergehen.
14.00 Uhr Dhalkebar - ab hier fahren wir einen neuen Weg, denn hier ist die Abzweigung nach Janakpur, das noch ca. 20 km entfernt liegt. Die Straße wird zunehmend schlechter und wir kommen nur sehr langsam voran. Egal, wir haben Zeit und Bragas, unser Fahrer meistert auch diese Strecke ohne Probleme. Unterwegs entdecken wir eine Zuckerrohrfabrik. Die sehen wir uns doch genauer an. Freundliche Menschen erklären uns ganz genau, wie die Herstellung der Melasse funktioniert und werfen extra für uns noch einmal die Maschine an. Nachdem wir den Zuckerrohrsaft auch noch kosten durften, einige Luftballons und Kugelschreiber los wurden, setzen wir unsere Reise fort.

Um ca. 15.15. Uhr sind wir in Janakpur und suchen das Rama-Hotel. Eine abenteuerliche Fahrt durch Janakpur bringt uns schließlich eine halbe Stunde später an unser Ziel und wir checken ein. Wir sind angenehm über-rascht, das Hotel ist schön, die Zimmer geräumig und sauber.

Unser anschließender erster Bummel durch Janakpur lässt uns bereits erahnen, was wir am nächsten Tag zu erwarten haben. Wir schlendern durch ein paar Straßen, ein Laden reiht sich an den anderen, es wimmelt geradezu von Menschen, Rikschas, Rädern, Motorrädern und ehe wir uns versehen, befinden wir uns mitten in einem Markt. Herrlich! Diese Farben, diese Atmosphäre, das geschäftige Treiben, die Gerüche der Gewürze und Früchte. Wir können uns gar nicht satt sehen. Leider wird es bereits dunkel und wir sollten allmählich zurückgehen. Auf dem Rückweg genehmigen wir uns im Welcome-Hotel Banana-Lassi und gehen zurück ins Rama-Hotel zum Abendessen.


back1 Montag, 13.11.2006 - Janakpur "die indischste und heißeste aller nepalesischen Städte"

Heute haben wir den ganzen Tag Zeit, um Janakpur zu besichtigen.

Janakpur, ist zweifellos die interessanteste Stadt des Terai, doch auch hier sind Touristen rar und wir werden auch hier bestaunt wie Fremde von einem anderen Stern. In Janakpur gibt es viele verwinkelte Straßen, in denen noch das eine oder andere Handwerk zu beobachten ist, zahlreiche Badeteiche (insgesamt 24), an denen sich die Gläubigen rituell reinigen oder ihre Familienwäsche säubern, sowie zahlreiche Tempel (etwa 120), die eine faszinierende Atmosphäre verbreiten. Die ganze Stadt wimmelt geradezu von Pilgern und Sadhus.


Janaki Tempel

Der Tempel ist wunderschön und wie fast alle Tempel in Janakpur der hier geborenen Göttin Sita und ihrem Gemahl Rama gewidmet.

Rama Sita Vivaha Mandap

Wenige Meter nördlich des Janaki-Tempels schließt sich ein tempelähnliches Gebäude an, der Rama Sita Vivaha Mandap (Vivaha Mandap = "Hochzeits-Podest"). Darin wird Sitas Hochzeit mit Rama von buntgekleideten Puppen nachgestellt.

Ram Mandir-Tempel

Der zweitwichtigste Tempel der Stadt, wie wir in unserem Reiseführer nachlesen.

Danush Sagar (See)

Hanuman Darbar

Die Hauptattraktion des Hanuman Darbar (Affentempel), ein Hanuman-Schrein, ist ein fettleibiger Affe, der als Manifestation des Affengottes angesehen wird. Zur "Belohnung" muss er sein Leben in einem schmutzigen Käfig fristen und macht dabei einen ganz und gar jämmerlichen Eindruck. Das Tier ist der "spirituelle Nachfolger" eines anderen Affen, der praktisch zu Tode gefüttert wurde und angeblich das schwerste Exemplar seiner Gattung war. Auch diesem wird dieses Schicksal nicht erspart bleiben. Auf die Besichtigung dieses "Tempels" hätten wir gerne verzichten können.

Nach der sehr interessanten "Tempel-Runde" müssen wir uns erst einmal dringend stärken und gehen ins Welcome-Hotel zum Mittagessen. Das Restaurant ist sauber und geschmackvoll eingerichtet (was man von den Zimmern allerdings nicht behaupten kann). Das Essen ist ausgezeichnet. Fazit: das Restaurant ist durchaus empfehlenswert, das Hotel als Über- nachtungsmöglichkeit nicht unbedingt.

Am Nachmittag gehen wir zum Bahnhof und beobachten dort das Spektakel, übrigens derzeit der einzige Ort Nepals, an dem Eisenbahn-freunde auf ihre Kosten kommen. Das haben wir noch nie gesehen. Hunderte von Menschen teilen sich das Waggondach, nachdem der Innen-raum des Zuges bereits hoffnungslos überfüllt ist. Unglaublich! Zum Glück sind wir nicht gezwungen, uns hier noch ein Plätzchen zu suchen!

Anschließend wollen wir zum Handwerkszentrum für Frauen. Fahren wir mit dem Auto oder nehmen wir Rikshas? Wir entscheiden uns für Rikshas, schließlich muss man das auch unbedingt ausprobieren. Wir ordern zwei Rikshas, Jan handelt den Preis aus und unser Fahrer tritt bereits in die Pedale. Wo bleibt Jan? Hinter uns entfacht ein Streit zwischen zwei Riksha-Fahrern, der tatsächlich in eine Schlägerei ausartet. Der Gewinner eilt uns mit Jan an Bord hinterher. Wie wir später erfahren, wollte einer dem anderen diese Fahrt klauen!

Wir besichtigen das interessante Handwerkszentrum - Malereien auf Stoff, auf Papier und Keramik, Herstellung allerlei hübscher Dinge wie z.B. Stoff-tiere, Tischdecken, Topflappen, Taschen, Bettwäsche, Spiegel, Bilder-rahmen usw. Ein Töpfer fertigt schöne Vasen, Schüsseln, Schalen und vieles mehr an. Zurück zum Hotel fahren wir wieder mit unseren beiden Rikshas. Dass es bei uns häufig zu Auffahrunfällen mit den Autos kommt, ist nichts Neues. Aber dass das auch den Riksha-Fahrern passiert, hätten wir dann doch nicht gedacht. Wir mussten an uns halten, um nicht laut zu lachen, denn unser Fahrer war mächtig sauer!

Wir holten dies allerdings nach, später beim Abendessen im Rama-Hotel. An diesem Abend ist auch der Titel unserer diesjährigen "neuen" Rundreise ent-standen: Auf den Spuren der Götter.


back1 Dienstag, 14.11.2006 - Fahrt nach Lumbini

Da unsere heutige Fahrt nach Lumbini etwas länger werden wird, haben wir nichts weiter auf dem Programm.

Etwas außerhalb von Lumbini liegt unser Hotel "Lumbini Buddha Garden". Wunderschön gelegen mitten im "Grünen" lädt es zu Vogelbeobachtungen ein. Die Zimmer sind schön und sauber, das Essen ist prima und der Service überaus freundlich und aufmerksam. Hier kann man sich so richtig wohl fühlen.


back1 Mittwoch, 15.11.2006 - Lumbini

Wir haben sehr gut geschlafen, sehr erfrischend geduscht und ein ausgiebiges, fantastisches Frühstück zu uns genommen. Auf unserem Weg nach Lumbini besuchen wir zunächst ein Tharudorf.

Anschließend besichtigen wir die Tempel und Klöster in Lumbini. Unglaublich, was sich hier in den letzten Jahren getan hat. Der Ort ist kaum wieder zu erkennen. Im Jahr 2002 konnte man noch mit dem Auto zu den Aus-grabungsstätten fahren, heute ist dieser Ort nur noch zu Fuß oder mit Rikshas zu erreichen. Zahlreiche Tempel der verschiedenen buddhistischen Länder, auch Deutschland ist mit einem großen Tempel vertreten, umgeben den Geburtsort Buddha's, ein wahrer Augenschmaus. Wir sind nur noch begeistert.

Nach unserem Fußmarsch von ca. 6 km leisten wir uns eine Riksha für die Rückfahrt zum Ausgang und gehen Momo essen.

Am Nachmittag fahren wir zur Weltfriedensstupa um dort den Sonnen-untergang zu erleben. Um 17.00 Uhr soll hier eine Zeremonie gefeiert werden. Inzwischen beobachten wir während unseres Spaziergangs einen Fuchs, zwei verschiedene Storchenarten, Marabus, Kraniche, Schildkröten, Hirsche und eine Schlange im Wasser. Kurz vor 17.00 Uhr gehen wir zurück zur Stupa, um die Zeremonie zu sehen. Abwartend, was hier gleich passieren wird, stehen wir noch am Eingang des Tempels, unsere Schuhe haben wir bereits ausgezogen. Plötzlich haben wir Trommeln in der Hand und ehe wir uns versehen, sind wir mitten im Geschehen. Trommelnd, singend und uns verneigend umkreisen wir etliche Male die Stupa...

Zurück in unserem Hotel "Lumbini Buddha Garden" erwartet uns bereits ein hübsch gedeckter Tisch und wir werden mit einem vorzüglichen, nepalesischen Essen bewirtet.


back1 Donnerstag, 16.11.2006 - Fahrt zum Royal Bardia National Park

Schade, hier im Lumbini Buddha Garden hätten wir es schon noch ein Weilchen ausgehalten. So heißt es schon wieder Abschied nehmen. Wir fahren los um 7.00 Uhr zum Royal Bardia National Park. Ca. 350 km liegen vor uns.

Noch sind die Straßen recht ordentlich, doch sie werden immer schlechter. Ein paar Kilometer bevor wir unser Ziel erreichen: Reifenpanne! Unser Fahrer meistert mit Hilfe Einheimischer auch diese Situation und so kommen wir gegen 15.30 Uhr heil im Royal Bardia Park an.

Inzwischen sind wir nach Auskunft unseres Fahrers Bragas insgesamt 1.700 km gefahren. Dies ist nun leider auch der Zeitpunkt, von unserem Fahrer Abschied zu nehmen, da wir nicht nach Kathmandu zurück fahren, sondern fliegen werden. Bragas war ein angenehmer, freundlicher und sicherer Fahrer und Reisebegleiter.

Royal Bardia National Park

Der Park wurde 1988 zum Nationalpark erklärt und umfasst ca. 960 km². Er besteht größtenteils aus Sal-Wäldern und Grassteppe. Zahlreiche Tierarten, darunter Tiger, Leoparden, Nashörner und einige Hirscharten sollen hier leben, wie man uns erzählt. Antilopen, Wildschweine, Bären, Affen, sogar Flussdelphine soll es hier geben. Natürlich auch Elefanten, Krokodile und eine Vielzahl an Vogel- und Fischarten.

Das verspricht spannend zu werden und wir freuen uns sehr auf die bevor-stehenden drei Tage im Park.


back1 Freitag, 17.11.2006 - Royal Bardia National Park

Unser erster Tag im Royal Bardia Park soll um 7.00 Uhr mit einer Jeep-Safari beginnen. Wir schälen uns um 5.30 Uhr aus den Federn, um pünktlich um 6.15 Uhr zum Frühstück zu erscheinen. Unser Versuch eine ordentliche Dusche zu nehmen scheiterte kläglich - es war unmöglich, dem Duschkopf auch nur einen Tropfen Wasser zu entlocken...

Und los geht`s, bewaffnet mit Fotoapparat und Fernglas besuchen wir auf dem Weg zum Jeep zunächst das Elefantengehege. Putzig, das kleine 9 Monate alte Elefantenbaby. Es ist hier im Bardia Park zu Welt gekommen, lebt bei seiner Mama und fühlt sich sichtlich wohl.

Mit dem Jeep beginnt unsere erste Safari und wir halten Ausschau nach den Dschungelbewohnern. Die ersten Axis-Hirsche sind bereits auf einer Lichtung vor uns zu sehen...

Besser gesagt, waren zu sehen...
So schnell wie wir an den Tieren vorbei flitzen, können wir gar nicht fotografieren. Erschreckt sucht alles, was sich im Dschungel bewegt, blitzartig das Weite - klar, so wie unser Fahrer Gas gibt. Unser Dschungel-führer hält zwar ständig Ausschau nach den Tieren, verjagt aber gekonnt alle Lebewesen mit seinem Geklopfe auf den Jeep. Es soll wohl bedeuten, der Fahrer solle anhalten, damit wir die Tiere sehen können. Doch der Fahrer meint anscheinend, es würde genügen, wenn er selbst etwas sieht. Er hält gezielt an der Stelle, an der er selbst eine gute Sicht hat, wir sehen nur das Dickicht des Dschungels. So - jetzt wird es uns aber wirklich zu bunt - sind wir auf der Flucht? Unmissverständlich teilen wir dem Jeep-Fahrer mit, er möge doch bitte langsamer fahren. Ok, es kann weitergehen.

Verwöhnt von unseren Safaris im Royal Chitwan Nationalpark hoffen wir nun auf die gleiche Vielfalt von Tieren. Die Anzahl der nachfolgenden Fotos spricht für sich! Viel ist es nicht, was wir zu sehen bekommen:
Papageien, Kormorane, Hanomang-Languren, Sibirische Enten, Dammhirsche, Hough-Deer, Adler, Eisvögel, ein Wildschwein und einen Pfau.

Zum Glück konnte der riesige Termitenhügel nicht davonlaufen...

Ein wenig enttäuscht fahren wir gegen Mittag zurück zu unserer Lodge. Vielleicht sehen wir ja heute Nachmittag mehr auf unserer Elefantensafari. Die Mittagspause nutzen wir, um den Elefanten ein paar Bananen zu bringen und zu einem Spaziergang am Fluss. Während wir unsere Bananen verfüttern, entdecken wir einen ganz kleinen Elefanten, der unentwegt hinter seinem Herrchen herläuft. So ein süßer kleiner Kerl. Wie wir erfahren, handelt es sich um ein ca. 3-4 Monate altes Findlingskind, das vor 2 ½ Monaten gefunden und hierher nach Bardia gebracht wurde. Seine Mama hat den Fluss überquert, doch der Kleine konnte ihr nicht folgen und blieb zurück. Nun kümmert man sich hier um den leider nicht ganz gesunden kleinen Elefanten und alle hoffen, dass er überlebt und einmal groß und stark wird.

Brav warten "unsere" beiden Elefanten um uns durch den Dschungel zu tragen. Doch wo sind bloß all die Tiere, von denen man uns erzählt hat? Wir sehen nichts, aber auch gar nichts, nur Dschungel. Es hat uns trotzdem Spaß gemacht mit den Elefanten. Bananen gibt`s natürlich auch zur Belohnung.

Zum Abendessen serviert man uns das typische nepalesische Gericht "Dal Bhat". Es schmeckt hervorragend und auch der Service ist ausgezeichnet.


back1 Samstag, 18.11.2006 - Royal Bardia National Park

Auf ein Neues! Heute ist für den ganzen Tag "Fußpirsch" angesagt. Vielleicht sehen wir heute mehr...

Wir gehen und gehen, hören hin und wieder ein knackendes Geräusch, lauschen, warten - nichts! Hier mal ein Königsfischer (Rieseneisvogel), da mal ein Dammhirsch, irgendwo hoch oben ein paar Affen...

Spannend wird es, als wir abweichen von den ausgebauten Pfaden durch den Dschungel. Unser Führer geht mit uns quer durch das Dickicht, wir sehen nichts mehr, nur noch Gräser, Äste, Sträucher - ein schier undurch-dringliches Gewirr an Pflanzen... Uns wird immer mulmiger zumute, wie viele Tiere haben wohl "uns" gesehen? So allmählich wird uns bewusst, in welcher Gefahr wir uns eigentlich befinden, doch was sollen wir jetzt tun? Alleine können wir nicht zurück, so bleibt uns nichts anderes übrig, als weiter mit zu gehen.

Unser Führer schießt den Vogel ab, als er uns während der Mittagspause erklärt: "This is a very good place to see animals in the evening"!
Hallo? Was tun wir dann jetzt zur Mittagszeit hier??? Etwas missgestimmt verzehren wir unser Lunchpaket und traben weiter.

Plötzlich rennt unser Führer los, erklimmt einen Baum, der ihm gerade im Wege steht, zückt sein Fernglas, um uns dann mitzuteilen, eben muss hier ein Nashorn gewesen sein. Entzückend! Schön für das Nashorn. Tatsächlich, wir können es hören..., sehen können wir es - zum Glück - in diesem Moment nicht! Später, von einem Aussichtsturm aus in sicherer Entfernung, können wir dann doch noch ein Nashorn sehen - durch das Fernglas. Wir stapfen weiter durch den Dschungel, aber mehr als ein paar Exkremente entdecken wir nicht. Mit todernster Miene und sehr geschäftig stochert unser Führer mit seinem Stecken darin herum, schnüffelt daran und meint mit verzücktem Augenleuchten:
"You can smell it? It`s from the tiger! From yesterday, in the evening"!

Wir können allmählich nicht mehr an uns halten, das Ganze wird einfach zu komisch. Tiere sehen wir keine, aber zum Lachen haben wir genug!

Nachdem wir die Fußpirsch heil überstanden haben, besuchen wir im Anschluss daran eine Gharial-Aufzuchtsstation und spazieren am "Kanaliriver" entlang. Viele Kinder spielen hier und freuen sich riesig über unsere Luftballons. Ein noch größeres Ereignis ist allerdings Jan mit seiner neuen Kamera - einer Digitalkamera. Er fotografiert die Kinder und zeigt ihnen die Fotos. Sie können gar nicht glauben, was sie da sehen und haben einen Mords-Spaß.

Am Abend werden wir wieder ausgezeichnet bewirtet. Wir genießen das Abendessen und lassen den Tag Revue passieren ...!


back1 Sonntag, 19.11.2006 - Royal Bardia National Park

Um 8.30 Uhr starten wir zu unserer Flussfahrt mit dem Schlauchboot. Wir sind die Sensation des Tages! Einheimische strömen in Scharen zum Flussufer und beobachten mit neugierigen Blicken, was hier geschieht. Das Boot wird aufgepumpt und startklar gemacht für unsere Flussfahrt. Das kommt hier anscheinend nicht alle Tage vor. Und wer fährt denn eigentlich mit diesem Boot? Sind das Außerirdische? Wir amüsieren uns köstlich und setzen uns in unser Gefährt. Wir werden bestaunt und die ganze Horde winkt uns fröhlich nach.

Nicht ganz so fröhlich stellen wir fest, dass unser "Boot" ziemlich unbequem ist und außerdem noch undicht. Wir sind ausgiebig mit Wasser aus dem Boot zu schöpfen und unsere Habseligkeiten ins Trockene zu retten, beschäftigt. Egal, denn Tiere scheint es noch immer keine zu geben, schon gar keine Flussdelphine. Obwohl unser Führer schwört, eben einen gesehen zu haben. Neben einem Gharial, ein paar Störchen, sibirischen Enten, Eisvögel, Adler, Geier und Makaken gibt es nicht viel zu sehen.
Selbst unser Picknick am Flussufer kann unsere Stimmung nicht nennenswert verbessern.


back1 Montag, 20.11.2006 - Rückflug nach Kathmandu

Heute verlassen wir den Bardia Park, werden nach Nepalgunj gefahren und fliegen um 11.05 Uhr zurück nach Kathmandu. Eine nette Überraschung wartet am Flughafen in Kathmandu auf uns. Unser Fahrer Bragas hat es sich nicht nehmen lassen, für unseren weiteren Transport zu sorgen. Wir freuen uns sehr, ihn wieder zu sehen und lassen uns gerne von ihm "nach Hause" fahren. Santhi, Manzil und Manas erwarten uns bereits, der Lunch ist vorbereitet und wir fühlen uns wirklich wie "nach Hause gekommen".

Es gibt viel zu erzählen und Jan muss auch sofort seine Bilder vorzeigen.

Nach dem Essen fahren wir mit Jan nach Thamel, um unsere Tickets für unseren morgigen Everest-Rundflug abzuholen. Endlich können wir auch Postkarten und Briefmarken besorgen (derartiges war nirgendwo während unserer Rundreise zu bekommen)

Shanti, fleißig und fürsorglich wie immer, hat inzwischen bereits für unser leibliches Wohl gesorgt und verwöhnt uns mit Dal Bhat, das Beste, das es in Nepal gibt.


back1 Dienstag, 21.11.2006 - Mount Everest Rundflug

Unser Wecker klingelt um 4.30 Uhr! Uups - so früh am Morgen und das im Urlaub?
Kein Problem, wir stehen gerne auf, denn wir wollen heute zum Mt. Everest Rundflug. Worte können nicht ausdrücken, welch herrliche Aussicht wir aus dem Flugzeug auf die Bergkette hatten. Einfach gigantisch!

Begeistert und überwältigt von den Eindrücken fahren wir nach Hause und haben nun endlich Gelegenheit unsere Urlaubskarten zu schreiben.

Am Nachmittag fahren wir nach Bungamati und Kokana. Wir kennen die beiden Dörfer bereits und möchten gerne noch einmal dorthin.


back1 Mittwoch, 22.11.2006 - Der letzte Urlaubstag

Unser letzter Urlaubstag ist angebrochen, morgen müssen wir schon wieder nach Hause fliegen. Wir nützen den Tag, um einige Mitbringsel in Kathmandu einzukaufen.

Am Nachmittag haben wir noch ein wenig Zeit und machen einen kurzen Abstecher nach Patan. Dort entdecken wir den Hiranya Varna Mahaa Vihar und den wunderschönen Mahabuddha Tempel (Tempel der 1000 Buddha). Sagenhaft, der Tempel ist so versteckt, dass man um seine Existenz schon wissen muss, um ihn zu finden. Ein Kunstwerk von faszinierender Schönheit.


back1 Donnerstag, 23.11.2006 - Abschied und Heimflug

Traurig aber wahr, wir müssen wieder nach Hause. Aber - wir kommen wieder! Ganz sicher!

Namaste!

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